Wer bin ich und wieso blogge ich? 15 Fragen und Antworten – und mehr

Stefan Mesch rief auf seinem Blog andere Buchblogger dazu auf, Fragen zu beantworten. Da ich grundsätzlich neugierig bin, habe ich mich mal hingesetzt und mit dem Beantworten begonnen. Das kam dabei raus:

01 Das Lieblingsbuch meiner Mutter:

Meine Mutter las keine Bücher, ging aber jede Woche mit mir in die Bibliothek – so hat sie mich quasi in die Sucht getrieben.

02 Das Lieblingsbuch meines Vaters:

Mein Vater las Zeitungen, jede, die er in die Hände kriegte. Bücher las auch er kaum. Er hatte aber eine ganze Reihe grüner Bücher (wir nannten sie nur die grünen Bücher) im Regal stehen mit dem Titel „Die Kulturgeschichte der Menschheit“. So lange ich denken kann, sagte er, dass er die dann mal lesen wolle, wenn er pensioniert sei. Das ist er nun seit bald 20 Jahren, gelesen hat er sie noch immer nicht (was ich nicht anders erwartet hatte 😉 ). Noch immer liebt er aber Zeitungen und Nachrichten, ist der wohl informierteste Mensch, den ich kenne, wenn es um das aktuelle Geschehen auf der Welt geht.

03 Ich führe einen typischen Buchblog, weil…

(Ok, typisch ist er wohl nicht, aber trotzdem:) Weil ich Bücher liebe, diese Liebe gerne teile und mich immer wieder freue, wenn ich jemandem ein Buch schmackhaft machen konnte, das ihm dann wunderbare Momente beschert, wie es diese mir beschert hat.

04 Ich bin anders als die Blogs, die ich gern lese, weil…

Ich vergleiche mich nicht mit anderen Blogs. Wieso sollte ich? Ich mache meinen, andere ihren. Mein Blog ist allerdings kein reiner Buchblog, ich schreibe da auch über andere Dinge wie das aktuelle Geschehen, wenn es mich beschäftigt, tagesaktuelle Geschehnisse, philosophische Denkakrobatik und anderes mehr.

05 Am Bloggen überrascht mich / beim Bloggen habe ich gelernt, dass…

Überraschen tut mich wenig, erfreuen tut es mich aber immer wieder, wenn ich mit einem Blogartikel etwas auslöse, auf Feedback stosse.

06 Helfen Amazon-Rezensionen? Wobei? Wie?

Bei Büchern mir wenig, bei anderen Artikeln schaue ich schon dann und wann, was andere dazu sagen (z. B. die Qualität von Malstiften, Häkelnadeln, Garn, etc. )

07 Hilft Literaturkritik in Zeitungen und Magazinen? Wobei? Wie?

Ich denke, grundsätzlich kann sie Anhaltspunkte dazu geben, was einem bei einem Buch erwartet. Dadurch kann man entscheiden, ob das Buch einem liegen könnte oder nicht.

08 Helfen Blogs? Wobei? Wie? Wem?

Dasselbe wie bei 07

09 Wahr oder falsch: “Ich blogge vor allem, weil ich mich über Bücher austauschen will und im persönlichen Umfeld nicht genug Menschen habe, mit denen ich das könnte.”

Das ist sicher ein Teil. Ein anderer ist wirklich, dass ich anderen Hinweise zu Büchern geben möchte, die ihnen Spass machen könnten.

10 Mein persönlicher Geschmack und meine Prinzipien beim Lesen und Bewerten:

Es gibt eigentlich beim Lesen nur ein Kriterium: Es gefällt mir oder es gefällt mir nicht. Meine Zeit ist mir zu schade, Dinge zu lesen, die mir nicht gefallen. Da ist mir egal, ob es ein grosser Name geschrieben hat oder nicht. Was mich nicht anspricht, wird weggelegt.

11 Wer liest mich? Habe ich eine Zielgruppe?

Schwer zu sagen. Wohl Menschen, die sich für Literatur, Philosophie und das alltägliche Leben interessieren.

12 Habe ich Vorbilder?

Nein. Ich hatte nie Vorbilder oder Idole. Verehrte auch nie Schriftsteller oder Stars. Ich achte die Arbeit, das Können, finde die Menschen vielleicht spannend, aber: Kein Vorbild.

13 Welche Ratschläge würde ich meinem früheren Lese-Ich geben? Kann man lernen, Bücher besser auszusuchen, zu entdecken und zu genießen? Wie?

Schwer zu sagen. Grundsätzlich wähle ich nach Thema aus. Ganz selten nach Autor. Wenn mich ein Buch von einem Autoren begeisterte, ist die Chance gut, dass ich das nächste lesen werde. Bei beiden Kriterien kann es doch sein, dass die Umsetzung im aktuellen Buch mir nicht entspricht. Das ist der Vorteil bei der Buchhandlung vor Ort: Man kann die erste Seite anlesen. Oft weiss ich schon recht schnell, ob mir ein Buch entspricht oder nicht.

14 “Verlage brauchen mich für PR. Sie brauchen mich mehr, als ich sie brauche” …oder “Toll! Autoren und Presseabteilungen suchen Kontakt und bieten mir Bücher an. Was für ein Glück!” Was überwiegt?

Ich denke nicht in solchen Kategorien. Ich freue mich, wenn ich einen guten Kontakt habe zu den Verlagen.

15 Was soll sich tun in meinem Blog und in meinem Leser-/Schreiber-Leben in den nächsten fünf Jahren:

Das plane ich nicht. Die Zeit wird’s zeigen, wo es hingeht. Auf alle Fälle immer weiter.

Und weil es so schön war, geht es gleich weiter mit einem Bonus:

 Empfehlungen:

Ein Buch, das fast niemand mag – aber das ich liebe:

Alles von Thomas Mann… weil ich ihn halt mag.

Ein Buch, das fast alle mögen – aber das mich wütend oder ratlos macht:

Da fällt mir gar nix ein

Ein Buch, das ich bekannter gemacht habe:

So wichtig bin ich nicht.

Ein Buch, vor dem ich oft und gern warne:

Auch da muss ich passen

Ein schlechtes Buch, das ich gut fand:

Ein Buch, das ich schlecht finde, kann ich nicht gut finde. Wenn ein anderes es gut findet, ist es für den gut, auch nicht schlecht.

Ein gutes Buch, das ich schlecht fand:

Das Ganze andersrum.

Ein Geheimtipp, der bisher in Blogs noch kaum besprochen wurde:

Keine Ahnung… ich überlege langsam, die Empfehlungen zu streichen, denn irgendwie kann ich dazu nix sagen.

Ein Buch, das viel zu oft überall besprochen wurde:

Shades of Grey – HA! Endlich eine Antwort.

Ein gutes Buch von/über jemandem/n, der ganz anders ist als ich selbst:

Oh, ich denke, die meisten Bücher wurden von jemandem geschrieben, der ganz anders ist als ich, und sie handeln auch von jemandem, der anders ist als ich. Sonst könnte ich ja ständig mein eigenes Tagebuch lesen.

Ein gutes Buch von/über jemandem/n, der ganz anders denkt als ich selbst:

Ich denke, also bin ich – insofern wäre das quasi die gleiche Frage.

Ein Buch, von dessen Gestaltung/Cover/Design sich Verlage eine Scheibe abschneiden könnten:

Mir gefallen Die Bücher des Verlags Hermann Schmidt  sehr gut. Zum Beispiel Felix Scheinbergers Mut zum Skizzenbuch.

Das netteste Presseteam / die schönste Erfahrung mit einem Verlag:

Da möchte ich keine Hierarchie erstellen.

Autor*innen, die tolle Inhalte auf Facebook und Twitter posten:

Ich mag Zoë Beck sehr. Es ist eine schöne Mischung aus Informativem, Persönlichem und natürlich Oscar und Mieps.

Mein(e) Lieblingskritiker*in/Journalist*in:

Marcel Reich-Ranicki und Helmut Karasek – das waren sie.

Ein toller Text/Beitrag aus einem Verlagsblog:

Da muss ich passen

Ein Lieblings-Blogbeitrag (kein ganzer Blog):

Auch da passe ich

Ein Blogbeitrag von mir selbst, auf den ich stolz bin:

Och, oft den aktuellsten.

Mein erfolgreichster Text/Beitrag:

Dazu müsste ich die Statistik lesen.

Ein Text/Beitrag von mir, der wenig Beachtung fand, aber mehr Beachtung verdient:

Ich möchte meinen Lesern nicht sagen, was sie beachten sollen. Ich bin froh, wenn sie lesen, was sie interessiert. Tue ich selber ja auch.

Eine Frage, die diesem Fragebogen fehlt:

Ich konnte doch schon die kaum beantworten 🙂

 Und zum Vervollständigen:

“Das neue literarische Quartett…”

Ich mag keine Remakes und Kopien. Wenn eine Literatursendung, dann eine neue. Alles andere wird eh zu nichts führen.

.

1 Comment

Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s