Facebook…Trainingsplatz fürs Leben

Wieso ich Facebook mag? Man kriegt die ganze Welt ins Wohnzimmer serviert, weiss, wo was läuft, sieht alle Katzen in süssen Posen und Hunde in noch süsseren. Man erfährt, wo was brennt, wo wer heiratet – man weiß auch alles, was man nicht wissen will. Und ab und an fällt man auf Enten rein, auf die man nie gestossen wäre, hätte man kein Facebook. Aber: Man hätte auch viel sonst verpasst, drum nimmt man das in Kauf, da man ja auch was lernt aus seiner eigenen Leichtgläubigkeit.

Wieso ich Facebook nicht mag? Weil man immer wieder auf Selbstdarsteller trifft, die sich selber hochstilisieren, die besten überhaupt sind, dann dies und das reinstellen und eigentlich nur kritiklosen Applaus wollen. Sie scharen ihre Fans um sich und die bringen den Schmus. Eine kritische Stimme? Geht gar nicht, denn dazu ist das nicht gedacht, es geht rein darum, das eigene Heldentum zu zelebrieren. Ich falle leider immer wieder in die Falle und sage meine Meinung, wo nur Applaus gefordert war.

Wieso ich bei Facebook bleibe? Weil ich da ganz tolle Menschen kennengelernt habe, mehr über die Welt erfahre, als sonst wo und: Ich lerne über das Leben und die Menschen unendlich viel. Vor allem über die selbstverliebten. Das tut mir gut, denn ich neige, so gutgläubig wie ich bin, dazu, Menschen zu glauben, was sie sagen. Was Schiller früher über die Kunst sagte, das macht Facebook heute im Leben:

Es ist der Spielplatz fürs Leben. Hier kann man ausprobieren, damit man im Leben nicht mehr auf die Nase fällt.

5 Gedanken zu “Facebook…Trainingsplatz fürs Leben

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