Puccini: La Fanciulla del West in Zürich

Gestern war ich in der Oper. La Fanciulla del West von Puccini. Vor vielen Jahren (Zahlen lassen wir hier mal sein) kürte ich Puccini zu meinem Lieblingskomponisten – was Opern anbelangt. Diese war mir bis dato unbekannt. Dazu gekommen bin ich wie die Jungfrau zu Kinde. Ich wollte den Gratis-Rigoletto auf dem Sächsilüte-Platz in Zürich schauen, doch die Sonne brannte und der designierte Mitschauer warf eine Oper nach Wahl im sonnengeschützten Opernhaus in die Waagschale. Und es lief nur die – zu Zeiten, die mir passten.

Da im Schrank schon lange ein Kleid wartete, das getragen werden wollte, sagte ich zu und war gespannt. Ich wurde nicht enttäuscht. Eine Goldgräbergeschichte mit allem, was dazugehört. Whiskey, Kartenspiel, Heimweh, Liebe – alles war dabei. Dazu die glockenklare Stimme der Minnie und der enorm stimmgewaltige Mr. Johnson – der gar nicht derselbe war, sondern ein gesuchter Verbrecher. Die Melodien waren wunderbar, die Emotionen gross.

Ich hätte die Oper nie gewählt, wären mehrere zur Auswahl gestanden, ich bin froh, tat ich es. Es war ganz grosse Musik, die Qualität der Aufführung überzeugte sehr, die Literarizität der Geschichte ist schön, der Plot ist nicht gar zu durchsichtig, sondern lässt ein wenig Spannung offen. Absolut empfehlenswert. Wer es schafft, in Zürich ist, soll vorbei gehen.

Und als Fazit lässt sich sagen: Manchmal verhelfen einem ungeplante Situationen zu ganz tollen Erlebnissen. Man sollte nicht nur immer dem Bekannten nachjagen, sondern auch mal Neues erkunden.

FotoMein Dank geht an meine Begleitung, die nicht nur (meinem Wunsch nach gekleidet) umwerfend aussah, sondern mir einen Abend bescherte, wie ich ihn mir kaum schöner hätte wünschen können. Das war bestimmt nicht mein letzter Besuch im Opernhaus. Mein Plan, mich noch mehr mit den verschiedenen Kulturangeboten der Stadt Zürich auseinanderzusetzen, hat ganz stark an Boden gewonnen.

 

Hier kann man die Oper online schauen:

Mehr Informationen zur Oper: La Fanciulla del West

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