Hin und Her

Und irgendwann
trocknen die Tränen,
das Schluchzen stirbt.
Es bleiben bloss
Kloss und klammes Herz,
ein Loch im Bauch.

Man sieht’s im Spiegel,
leerer Blick,
die Nase rot,
die Lider schwer.
Es fehlt an Mut,
an noch viel mehr.

Man blickt zurück,
schluckt erst nur tief,
richtet sich auf,
schaut dann nach vorn,
und weiss bereits,
es geht noch mehr.

Weil – ja weil es muss
und weil es soll,
weil man es will,
hat man die Wahl?
Wär’ aufgeben nicht
nur noch mehr Qual?

Erst ein Blitz,
dann gar ein Strahl,
zeigt sich ein Licht
am Horizont,
fügen kleine Teile sich,
bilden so ein Ganzes.

Es geht voran,
man hofft erneut,
die Angst beständig
im Hinterkopf präsent,
auf ein gutes Ende,
irgendwann.

Ein erstes Lächeln,
das zweite glaubt man fast,
das dritte nimmt die Augen mit
erst nur wenig,
dann ein ganzes Stück,
bis es wirklich ist.

Und wieder zeigt es sich,
dass nichts gemeint
für immer ist.
Ob Glück, ob Leid,
sie wechseln stets,
was bleibt ist nur
das Hin und Her.

2 Kommentare zu „Hin und Her

  1. Es ist schön, wenn so ein Gewitter vorbei ist. Hat mich schon als Kind fasziniert. Die Tropfen sind noch da, aber glänzen schon in der Sonne. Es ist schon eigenartig, aber nach solchen Abgründen ist oft das Leben am deutlichsten zu spüren. Schön, wenn man sogar sowas überwinden kann. Danke Sandra!
    (Siehste, du bist doch ein starkes Mädchen! Haben wir doch alle gesagt.)

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