Von Hunden, Vorbildern und Stöcken – und vieles mehr

Bei meinem Hund habe ich das Stöckchenwerfen aufgegeben, da er diesem zwar gerne hinterher rennt, es aber kaum mehr zurück bringt. Nun wurde mir  von Jürg Wyss ein Blogstöckchen geworfen und ich will mit gutem Beispiel voran gehen. Wer weiss, ob in Zukunft auch mein Hund die geworfenen Stöckchen wiederbringt, wenn er sieht, wie ich sie brav apportiere 😉

1. Meine liebste Twitterdiskussion in diesem Jahr handelte von…

Ich weiss es gar nicht, zumal ich auf Twitter eher selten diskutiere und sowieso ruhiger wurde. Meine Twittereuphorie liess ein wenig nach, weil ich in 140 Zeichen die Dinge nicht so ausdrücken kann (gerade in ernsten Themen), wie ich das gerne täte. Für kurze Statements ist Twitter witzig, spritzig, lebendig, für Diskussionen nutze ich lieber andere Plattformen (z. B. Facebook, Skype oder das ganz profane Cafè in der Stadt.

2. Wo holt Ihr die verlässlichsten Informationen im Netz?

Das kommt drauf an, wozu ich Informationen suche. So oder so sind Infos aus dem Netz (andere aber auch) immer mit Vorsicht zu geniessen und es will genau hingeschaut werden, von wem sie stammen und wie verlässlich sie sind. Den Anfang macht sicher immer eine ganz normale Googlesuche, danach fliesse ich weiter, den einzelnen Ästen und Ergebnissen nach. Einschlägige Onlineenzyklopädien konsultiere ich, wenn ich wissenschaftlichere Fragen offen habe.

3. Fremde Menschen sollen miteinander über Social Media in Kontakt treten, weil…

Sollen tun sie gar nicht zwingend über Social Media, es ist aber schön, wenn Menschen generell miteinander in Kontakt treten. Der kurze Schwatz mit der Nachbarin, Plaudern mit der Frau an der Kasse, den Nachbarn im Tram mal nicht nur still mustern, sondern sich unterhalten, Zugbekanntschaften geniessen und auch sonst Kontakte pflegen. Social Media kann helfen, das Eis ungezwungener schmelzen zu lassen. Die Hürde, jemanden anzusprechen, ins Gespräch zu kommen, ist tiefer als im realen Leben. Ich habe über Twitter und auch über FB ganz tolle Kontakte gewonnen, über die ich mich von Herzen freue. Einige erfreuen mich seit da auf den jeweiligen Plattformen, andere kenne ich mittlerweile real und möchte sie in meinem Leben nicht mehr missen. Die Schwierigkeit bei Treffen ist wohl, dass SM die Menschen über grosse Distanzen vernetzt – was aber auch eine grosse Bereicherung sein kann.

4. Was verpassen Menschen ohne Internetzugang (gewollt oder ungewollt)?

Sie verpassen den Zugang zu unkompliziert verfügbaren Informationen und Nachrichten – verpassen aber auch positiverweise eine grosse Nachrichten- und Informationsflut, die über einen hereinbrechen kann.

5. Wie hat Social Media Eure Lebensqualität verändert?

Meine Lebensqualität gar nicht, die hängt weder positiv noch negativ von SM ab. Das Internet per se hat Teile meiner Arbeit leichter gemacht, das hat aber wenig mit SM zu tun und mehr mit Recherche in den online verfügbaren Katalogen, Bibliotheken und ähnlichem.

6. Welche Erfindung hättet Ihr gerne gemacht?

Ich bin nicht der Erfindertyp. Ich habe genug zu tun mit den – wie ich finde – wichtigen Fragen des Lebens (Wer bin ich, wie will ich sein, was macht das Leben lebenswert, was ist Leben überhaupt, to be continued….), so dass ich das Erfinden anderen überlassen. Ich schreibe höchstens über meine geistigen Findungen, die Texte sind dann quasi meine Erfindungen.

7. Was hättet Ihr an Eurem 20. Geburtstag, wenn es denn da Twitter schon gegeben hätte, vertwittert?

Vermutlich gar nichts. Ich mag keinen Rummel um mich und meine Person und feiere meinen Geburtstag selten – wenn, dann im engsten Kreis.

 

Jürg stellte noch ein paar Bonusfragen geschäftlicher Natur:

Warum bist Du selbständig Erwerbender geworden?

Es war die logische Fortführung meines Naturells. Ich bin sehr klar denkend, sehr schnell entscheidend und sehr effizient arbeitend. Damit eckte ich in Angestelltenverhältnissen eher an. Zudem mag ich keine von aussen auferlegten starren Strukturen, bin generell sehr selbständig und konnte damit auch Kind und Arbeit gut unter einen Hut bringen, da ich es genoss, mein Kind zu Hause bei mir aufwachsen zu sehen. Das ist keine Wertung irgendeines Modells, das ist schlicht meine persönliche Präferenz. (Muss man ja heute immer dazu schreiben, da die Rollen von Frauen und Mütter extreme Minenfelder sind….). Heute, da mein Sohn immer grösser wird, wäre es sicher auch anders möglich, aber im Moment passt es so, zumal ich für das neue Jahr viele wunderbare Pläne und Vorhaben habe.

Wie hat sich Dein Leben dadurch geändert?

Ich kenne das Angestelltenverhältnis nur aus Job neben dem Studium, war auch da eher frei in der Jobwahl und der Ausübung.

Wie trennst Du Privatleben und Geschäft?

Kaum – ich habe das Glück, dass meine Arbeit als Yogalehrerin Herzensangelegenheit ist, Yoga mehr Lebensweg denn Beruf darstellt. Meine Arbeit als Korrektorin und Lektorin gibt einen schönen Ausgleich, kann ich darin meine Liebe zur Sprache weiter pflegen und schätze auch den Austausch mit den Autoren sowie die Einblicke in viele verschiedene Bereiche durch die zu korrigierenden Texte.

Welche Rolle hat das Internet und Social Media für Dein Geschäft?

Keine tragende. Ein paar Aufträge kamen über diese Kanäle, mehr aber über andere Wege.

Warum sollte jemand überhaupt sein eigenes Unternehmen gründen?

Sollen tut das keiner. Wenn es ihm aber eine Herzensangelegenheit ist, würde ich es in Betracht ziehen, immer im Wissen, dass es nicht nur Zuckerschlecken ist, danach auch nicht jeden Tag nur eitel Sonnenschein herrscht und der Papierberg drumrum ab und an grösser erscheint als die Arbeit selber.

Was sind Deine Tipps für Firmengründer?

Rechnen, rechnen, rechnen – in sich hören, Pläne machen, euphorisch sein, Tatendrang entwickeln, gezielt vorwärts gehen – nochmals rechnen, nochmals in sich hören… und weiter gehen.

Was fasziniert Dich genau an Deinem Tätigkeitsgebiet?

Yoga ist für mich ein Wunder. Er gibt mir Kraft, er gibt mir Ruhe, er gibt mir neue Erfahrungen, bringt mich tagtäglich in Beziehung – zu mir, meiner Umwelt, zum Leben. Ich lerne dadurch tagtäglich mehr und neue Welten eröffnen sich. Im neuen Jahr wird das ganz konkret sein, da ich noch einiges vor mir habe, auf das ich mich sehr freue.

Wo würdest Du am liebsten leben?

Ich habe seit 16 Jahren eine Lieblingsstadt: München. Viele Male wollte ich umsiedeln, plante es zeitweise sogar konkret und schreckte dann doch im letzten Moment zurück. Ich bin wohl doch ziemlich gerne in der Schweiz – auch wenn ich ab und an über diese schimpfe, sie gar zu klein, gar zu kalt, gar zu unbeweglich empfinde. In der Schweiz selber lebte ich schon an vielen Orten, momentan in Zürich und das gefällt mir doch sehr gut. Jeden Winter träume ich vom Leben in der Wärme. Wäre mal die Möglichkeit von Sidney oder San Francisco – würde ich mein Schweizersein nochmals überdenken. Für Indien eventuell auch, zumindest für eine gewisse Zeit – Winter Indien, Sommer Schweiz, das könnte ich mir gut vorstellen.

Wohin wirst Du 2014 reisen?

Gerne nach Indien, mal sehen, ob es klappt – wenn ich mir allerdings vorstelle, dass ich dann ohne meinen Hund gehen müsste… bleibe ich doch lieber hier 😉 Was ich dieses Jahr gerne machen würde, sind einige Reisen durch die Schweiz mit meinem Sohn (und dem Hund) – mal die Heimat erkunden, die ja doch wunderschöne Ecken und Flecken hat. Sicher immer wieder ins Berner Oberland, meine Herzensheimat.

Meine Zusatzfragen:

Welche 5 Dinge möchtest du im Leben unbedingt noch machen?

Welche 5 Orte möchtest du unbedingt noch sehen?

Welches war der schönste Ort, den du bereist hast, und wieso?

Was möchtest du im neuen Jahr erreichen? Gibt es ein spezielles Ziel, das dir vor Augen schwebt?

Wofür bist du dankbar in deinem Leben?

Wenn du drei Wünsche frei hättest (Und der Weltfrieden und Nahrung für alle wären schon abgedeckt), welche wären es?

 

Ich bedanke mich bei Jürg fürs Werfen des Stöckchens, das ich brav apportierte – hat Spass gemacht. Ich werfe dieses Stöckchen mal weiter in die weite Welt des WWW, wer es ergreifen möchte, soll das tun, hier explizit wen zu nennen fällt schwer, da die meisten, die ich bloggend kenne, es schon hatten. Gespannt wäre ich auf die Antworten vom Zeitspiegel und von Lara Laune. Wenn sich jemand sonst an die Fragen machen möchte – mangels eigenem Blog auch gerne bei mir im Kommentar: Nur zu – und bitte mir melden, damit ich es lesen kann.

2 Comments

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  1. 3. Fremde Menschen sollen miteinander über Social Media in Kontakt treten, weil…

    … es ungemein schade wäre, wenn es zwei, an die ich jetzt denke, nicht getan hätten. Es gibt allerdings Diskussionen, etwa auf fb, die zu vielen Kontakten führen – aber es gibt auch Kontakte, die tiefer gehen. Schon eigenartig: Es ist wie im richtigen Leben, man trifft auf viele, aber dann ist es einmal ganz anders. Begegnung ohne physische Begegnung, Vertrautheit, ohne den anderen zu kennen. Große Distanzen? Geografische Distanz trifft auf seelische Nähe – was dann?

    Wohin wirst Du 2014 reisen?

    Hast recht, die Schweiz ist ein sehr schönes Ziel. Liebe Grüße an Sohn und Hund!

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