Familien und ihre Geheimnisse
Ich habe nie jemandem von 1914 erzählt. Es war das Jahr, in dem meine Familie einen Mord beging und ich Mama rettete. […] Meine Kinder müssen davon erfahren. Sie sollen wissen, dass ich mehr bin als die teuflische Person, für die sie mich halten.
München, 1914, Herr Salz will hoch hinaus. Da kommt ihm das Inserat, dass in Leipzig der Fürstenhof zum Verkauf steht, genau recht, wäre er doch als Patron des Hauses quasi in den Fürstenstand erhoben. Die nötigen Intrigen lassen den Kauf gelingen, aber ein Tod in der Familie trübt den Höhenflug bei einigen Familienmitgliedern vorübergehend. Das soll nicht der letzte Schicksalsschlag sein, es scheint aber der Anfang eines feinen Risses zu sein, der sich über die Jahre ausdehnt.
Christopher Kloeble begleitet die Familie Salz durch die Jahre und bettet ihre Geschichte in die Geschichte Deutschlands ein. Er spannt einen Bogen von den Weltkriegen über die Zustände in der DDR hin zum Mauerfall und bis ins Jahr 2015. Die einzelnen Etappen der Geschichte werden von verschiedenen Mitgliedern der Familie Salz erzählt, so dass diese aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und weitergesponnen wird.
Ohne dich gäbe es deinen Schatten nicht und ohne deinen Schatten dich nicht.
2015 ist es Emma Salz, die den Familiengeheimnissen auf den Grund gehen und die Schatten durchleuchten will, die sich über die Jahre auf die Familie gelegt haben.
Die unsterbliche Familie Salz ist ein wunderbares Familienepos. Es besticht durch eine sensible und sehr bildhafte Sprache, die sich dem jeweiligen Erzähler anpasst, aus dessen Perspektive man einen Blick auf die Geschichte erhält. So entsteht ein authentisches und lebhaftes Bild sowohl von der Familiengeschichte und ihren Irrungen und Wirrungen sowie vom historischen Kontext, in welchem sich die einzelnen Familienmitglieder bewegen.
Fazit:
Eine packende Familiengeschichte erzählt in einer bildhaften und einfühlsamen Sprache. Sehr empfehlenswert!
Zum Autor
Christopher Kloeble studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Beiträge von ihm erschienen u.a. in der ZEIT, der Süddeutschen Zeitung und der taz. Er war Stipendiat des International Writing Programs der University of Iowa und Writer-in-Residence der Cambridge University (GB). Sein Theaterstück ‚Memory‘ war für den Heidelberger Stückemarkt nominiert. Für sein Romandebüt ‚Unter Einzelgängern‘ wurde er mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung ausgezeichnet. 2009 erschien sein Erzählband ‚Wenn es klopft‘. Sein erstes Drehbuch wurde 2011 verfilmt.
Angaben zum Buch:
Gebundene Ausgabe: 440 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (26. August 2016)
ISBN-Nr.: 978-3423280921
Preis: EUR 22 / CHF 31.90
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Eine junge Frau wird in der Notschlafstelle, die sich im Haus von Leo Junker befindet, erschossen. Junker, aktuell vom Dienst suspendiert, weil er einen Kollegen erschossen hat, ist schnell am Tatort und gilt schon bald als Verdäc
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Mit dem Bildnis des jungen und wunderschönen Dorian Gray ist dem Maler Basil Hallward ein Meisterwerk gelungen. Trotzdem will er es nicht ausstellen, zögert sogar, seinem Freund Lord Henry den Namen des Porträtierten preiszugeben. Erst zögerlich gesteht er, dem jungen Mann verfallen zu sein.
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Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Taschenbuch: 384 Seiten
Robert und Sol führen seit vielen Jahren eine gemeinsame Anwaltspraxis. Beide sind seit über 40 Jahren verheiratet, Sol mit Frankie, Robert mit Grace. Während Grace eher überkandidelte Anwaltsgattin ist, verwirklicht sich Frankie alternativ mit Yoga und Spiritualität. Dass sich die beiden nicht wirklich leiden können, liegt auf der Hand.
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Taschenbuch: 288 Seiten
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Am 25. November kamen die neuen Folgen von Gilmore Girls auf Netflix. ich nahm das zum Anlass, die ganzen 7 Staffeln nochmals zu schauen. Dieses Mal hatte ich den Vorteil, das ganze Vergnügen nicht in kleinen Etappen zu geniessen, sondern quasi im Schnellzug durch die Geschichte zu fahren. Wobei… Aber von vorne
Gilmore Girls – Lorelai ist alleinerziehende Mutter von Rory und wohnt mit dieser ins Stars Hollow. mit 16 wurde Lorelai schwanger, floh in der Folge aus ihrem sehr gut betuchten Zuhause vor ihrer überdominanten Mutter und dem beruflich eingespannten Vater. Sie lebte in der Folge ein Leben, das (irgendwie aus Prinzip) komplett gegensätzlich zu dem Leben ihrer Eltern war und sie wollte in der Folge auch nichts mehr mit den Eltern zu tun haben – bis Rory auf eine Privatschule will und Lorelai ihre Eltern um die Studiengebühren bitten muss. Bedingung dafür ist, dass Rory und Lorelai fortan immer freitags zum Nachtessen kommen. Spannungen sind vorprogrammiert.
Nun kommt das grosse Aber: So sehr ich die Serie liebte all die Jahre: Sie an einem Stück zu schauen, überforderte. Die Witze wurden schal, das Verhalten von Lorelai wirkt mit der Zeit bemühend und das Schwanken zwischen Männern ermüdete. Das ist schade. Drum mein Tipp: Mit Massen geniessen, dann kann man sich zwischendurch erholen und die Witze sind erfrischend, das Leben beschaulich und man leidet mit, mal freudig lachend, mal weinend.