Ein Substantiv beklagt sich bitter,
es wäre gern ein wenig fitter.
Zu tun fällt ihm so manches ein,
nur müsst’s dazu ein Verb sein.
©Sandra Matteotti
Denkzeiten – Philosophie in Theorie und Praxis
Dr. Sandra von Siebenthal
Ein Substantiv beklagt sich bitter,
es wäre gern ein wenig fitter.
Zu tun fällt ihm so manches ein,
nur müsst’s dazu ein Verb sein.
©Sandra Matteotti
Da ist noch dieser Ehemann,
der vergisst so dann und wann,
Geburtstag und auch Hochzeitstage;
die Strafe folgt, steht ausser Frage.
©Sandra Matteotti
Sie hiess Marie oder Sophie,
ganz sicher war ich mir nie.
Bemühte ich mich noch so sehr,
Namen merken fiel mir schwer.
©Sandra Matteotti
Suche nach Liebe,
die nirgends ich fühle.
Fülle die Leere,
die mich sonst verschlingt.
Träume die Zukunft,
die unerreicht daliegt.
Sehe die Bilder,
die keiner gemalt.
Vermisse den Halt,
ich lasse mich fallen.
Stosse auf Grund
und seh’ doch kein Ziel.
Lebe auf Zeit nur,
die manchmal zu lang scheint.
Fürchte das Ende
und weiss nicht wieso.
©Sandra Matteotti
Ich las die Zeitung, las sie lang,
das klingt nicht weiter schlimm – bislang,
Doch dann das Klopfen und ein Schrei:
„Gib endlich die Toilette frei!“
©Sandra Matteotti
Wann immer ich die Brille suche,
ich den Umstand laut verfluche,
dass dieses Ding sich gut versteckt,
damit man’s blind nie mehr entdeckt.
©Sandra Matteotti
Die Haare wild und ganz zerzaust,
der Blick zum Spiegel schrecklich graust.
Ich kämm‘ sie durch und streich sie glatt,
was auch nichts hilft – ich denk: so what!
©Sandra Matteotti
Ich liege wach in meinem Bett,
solche Nächte sind nicht nett.
Ich zähle fleissig Schaf um Schaf,
doch wer nicht kommt, das ist der Schlaf.
©Sandra Matteotti
Ein Buddha sitzt in jedem Garten,
als würde er nur noch drauf warten,
dass Ruhe sei, dass sie einkehre,
wenn nur das wuchernd Gras nicht wäre.
©Sandra Matteotti
Auf dem Teller liegt ein Brot,
das liegt so da, als sei es tot,
Ich find das gut, denn wär’s nicht so,
wär das Brot schnell irgendwo.
©Sandra Matteotti
Haushaltspapier, das gute dicke,
machte Schluss mit einer Mücke.
Ich presst’ es drauf und drückte zu
und wurd’ zum Mörder so im Nu.
©Sandra Matteotti
Es ist nicht voll, es ist nicht leer,
nur noch so halb, sicher nicht mehr.
Wie ich nun werten möchte das,
hängt ab vom Inhalt dieses Glas’.
©Sandra Matteotti
Der Hund lag stlll in seiner Ecke
neben seiner zugedachten Decke.
Er zog ein Gesicht, es glich ner Fratze;
denn: Auf der Decke lag die Katze.
©Sandra Matteotti
Ich sass auf einem Stuhle,
der hatte eine Kuhle.
Die habe ich beim täglich Essen
mit dem Po hineingesessen.
©Sandra Matteotti