Hilfeschrei

Heute mache ich etwas, das ich sonst selten tue: Ich reblogge einen Beitrag eines Bloggerkollegen. Der Grund für diese Ausnahme ist, dass er alles gesagt hat, was ich dazu auch würde sagen wollen, die von ihm zusammengestellten Belege für sein Hilfs-Anliegen gut sind und ich dieses Anliegen von Herzen unterstützen möchte.

Ich habe mir das Video angeschaut und fühlte mich in die Hundeschule zurückversetzt. Genau so mussten wir unsere Hunde erziehen. Auch die Aussage, man müsse autistischen Kindern ihr quasi falsch gelerntes Verhalten aberziehen, lässt mir die Nackenhaare auftsellen.

Diese ganze „Therapie“ missachtet autistische Menschen in ihrem Sein, in ihrer Würde und in ihrem Recht auf ihre Persönlichkeit.

Quergedachtes | Ein Blog über Autismus

Ich tue mich schwer damit diesen Blogpost zu schreiben. Um Hilfe bitten fällt mir nicht leicht und alles was ich in meiner Arbeit gegen die ABA Lobby erlebt habe war schmerzhaft und prägend. Ich sehe aber keine andere Möglichkeit mehr und darum schreie ich nun verzweifelt um Hilfe. Nicht nur in meinem Namen sondern für all die Autisten, Eltern und aktiven Menschen die sich konstant gegen ABA aussprechen und sehr viel Zeit und Kraft aufwenden um zu zeigen was wirklich hinter ABA steckt.

Auch wenn wir viele sind die sich hier engagieren: Unsere Kraft ist begrenzt.

In Namen des „Kindwohles“ von autistischen Kindern wird immer mehr eine „Therapie“ angewandt die sich Applied Behavior Analysis (ABA) nennt.

Wie sowas aussieht? Schaut selbst

Durchgeführt an einem dreijährigen Autisten durch eine zertifizierte ABA Therapeutin. Nun stellt Euch bitte vor, dass das 40 Stunden die Woche und mehr mit autistischen Kindern gemacht wird. Auf…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.381 weitere Wörter

2 Comments

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  1. Immer wieder mal ein paar wenige Minuten Konzentration auf EINES üben, ok. Aber das, was ich hier so sah heisst für mich DRESSUR und hat mit
    „Um dem Kind möglichst viele, dem Lernen normaler Kinder vergleichbare Lernerfahrungen zu ermöglichen muss die Therapie: […]“ nichts, gar nichts zu tun. Folter?

    Und „…möglichst die gesamte Wachzeit nach einem Gesamtkonzept strukturieren (Lernen soll den ganzen Tag stattfinden).““ Mein Gott, da wäre ich selber schon nach 15 Minuten durch, und wenn ich denke ich müsste das mit meinen Enkeln stundenlang durchziehen…… Nein, einfach unvorstellbar für mich selber wie für die betroffenen „normalen“ Kinder.
    Aus meiner Sicht grenzt das, was ich da sah an Folter oder ist es bereits.

    Gefällt 1 Person

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