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  1. Das geht mir zu weit.
    Nur im Verliebtsein bin ich fast immer innerlich beim Liebes-Partner, was schön…und gleichzeitig obsessiv und zwanghaft ist.
    Liebe braucht das „ständige“ Befassen mit dem Partner doch garnicht.

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  2. Ich denke, es geht gar nicht um das ständige miteinander Befassen, mehr um das Gefühl der Verbundenheit, das ja doch da ist. Das Wissen, da ist einer, der ist mit mir, für mich da, als Mensch an meiner Seite (in guten wie in schlechten Zeiten, wie es so schön heisst), ist meiner Meinung nach schon auch Bestandteil der Liebe.

    Dass man nicht jede Sekunde, jeden Augenblick förmlich dahinschmilzt und nichts mehr anderes denkt, liegt auf der Hand. Das ist in meinen Augen aber wirklich Obsession, die nicht mal im Verliebtsein lange durchgehalten werden kann (und sollte), da man ja meist auch noch anderes im Leben hat (Beruf, Studium, Freunde,…).

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    • Ich denke, Bindung ist ein zentrales Problem in jeder Partnerschaft: Jeder braucht eine andere Art von Verbindlichkeit und Bindung. Dadurch kann es (ernste) Meinungsverschiedenheiten zwischen Partnern geben.
      Unlängst hörte ich ein Interview eines erwachten spirituellen Lehrers, der sich als „Single“ bezeichnete, trotz Frau und Kind. Da erschrak ich ganz schön, aber dieser Mensch lebt gleichzeitig sicher eine wohltuende Partnerschaft mit seiner Frau.

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  3. Ich musste da noch weiter darüber nachdenken.
    Kann es nicht sein, daß, wenn jemand eine „symbiotische“ Beziehung mit dem Partner wünscht, folgender Hintergründe wirksam sein kann, als Beispiel:
    In meiner Ursprungsfamilie war ich „nichts wert“! Wenn mir nun mein Partner in einigen Dingen nicht „nachkommt“ (vielleicht nicht bekannt, ich meinte:“es an „Rücksicht“ fehlen lässt“, unachtsam scheint), dann kommt diese Grunderfahrung unbewusst hoch und man beginnt mit dem Partner zu kämpfen..

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    • Du hast in deinen beiden Kommentaren, wie mir scheint, zwei Extreme gezeichnet: Den in einer Beziehung befindlichen spirituellen Lehrer, der sich als Single bezeichnet, und die symbiotische Beziehung. Nun würde ich natürlich interessieren, was genau du unter einer symbiotischen Beziehung verstehst: Ein Paar, das immer gleicher Meinung ist, alles gemeinsam macht, wo der eine ohne den anderen nicht kann? Meine Eltern waren dann wohl so ein Paar. Den einen gab es kaum je ohne den anderen, da sie aber beide 100% arbeiteten, mein Vater dazu noch Schicht, war die verbleibende Zeit nicht mehr so gross. Die wollten sie gemeinsam haben. Muss oder kann man daraus nun irgendwelche Probleme in der Ursprungsfamilie ableiten? Sie sind ein Einzelfall, kann man es allgemein?

      Ich denke, es gibt kein Richtig oder Falsch in einer Beziehung, richtig ist das, was für beide in der Beziehung stimmt. Von aussen sollte man da keine Massstäbe errichten, da man selber nie die betreffende Beziehung leben kann, immer nur seine eigene – und das ist schon schwer genug. Wie sagte mein Papa nach 50 Jahren Beziehung, 44 Jahren verheiratet: „Weisst du, Sandra, Beziehungen sind immer schwierig.“ – Sie sind wirklich glücklich verheiratet, feiern noch heute jeden Verlobungs- und Hochzeitstag…

      Ich bewundere meine Eltern dafür, ich beneide sie auch ein wenig dafür – und ganz wichtig: Ich bin unendlich dankbar, dass ich das so bei meinen Eltern erleben darf – als Zeichen dafür, dass es das gibt und noch viel mehr, dass ich das Glück hatte und habe, eine intakte Ursprungsfamilie zu haben.

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  4. Eine „symbiotische“ Beziehung wäre für mich eine „Fast-Ausschliesslichkeit“. Es gibt von der Gewichtung her dann kaum mehr andere Menschen.
    Wenn es für beide so o.k. ist, dann ist das auch so in Ordnung, zumindest für die beiden. Schwierig wird es nur, wenn der eine eine stärkere Bindung wünscht als der andere. Wenn der andere wünscht: „Du sollst mich im Zentrum sehen. Egal wo Du bist, sollst Du innerlich bei mir sein“.
    Das kann zu Problemen führen, die eigentlich völlig unnötig sind.
    Daß durch Schicht wenig gemeinsame Zeit blieb, ist eigentlich kein Grund, diese Zeit ausschliesslich gemeinsam zu verbringen. Hiese das dann: Ehe und Arbeit, sonst nichts?
    Ich habe das Ganze auch erwähnt, weil ich vor gut 10 Jahren bei einem Therapeutenehepaar in Holland zu Gast war. Die Frau hatte ein Buch über „Bindung und Distanz“ , diese zwei Polee in uns allen,geschrieben, dessen Thesen in mir irgendwie nachwirken. Der Tenor des Buches war: Nähe und Distanz gehören in einer Beziehung zusammen.

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