Frauen – es ist kompliziert

Eine neue Diskussion macht die Runde. 50’000 Akademikerinnen erdreisten sich, nach dem Studium nicht zu arbeiten, sondern ihre Kinder zu erziehen und zu bekochen. Nun hat der Staat so viele 1000 Franken in sie investiert und sie wissen nichts Besseres, als dies einfach ungenutzt liegen zu lassen. Wie kann Frau nur denken, das sei legitim? Woher nimmt sie die Dreistigkeit, einfach Hausfrau sein zu wollen, wo sich doch Generationen dafür schlugen, Frauen Bildung und Arbeit zu ermöglichen. Das geht gar nicht. Frau hat zu arbeiten. Punkt. Und sie darf schon gar nicht Steuergelder verpulvern für nichts. Den Gedanken, wie viele Steuergelder in die militärische Ausbildung investiert worden sind bei Männern, ohne dass die je in den Krieg zogen, lassen wir schnell fallen. Das ist sicher etwas ganz anderes.

Am Besten entscheidet sich ein Mädchen mit 5, ob es mal Kinder haben will oder nicht. Wenn ja, kann man Schule eigentlich abhaken, die braucht das Mädchen dann nicht, da es irgendwann mal hinter dem Herd landen wird und alles auf dem Weg dahin verschwendete Steuergelder wären. Es gäbe höchstens die Möglichkeit, zu unterschreiben, dass es nie nie nie geplant sein würde, zu Hause beim Kind zu bleiben. Diese alten Zöpfe müsste man ein für alle Mal und rechtzeitig abschneiden. Dann könnte man unter Umständen in Betracht ziehen, dass Frauen doch zur Schule und sogar an die Uni dürften. Aber auch dann stellte sich die Frage, ob die wirklich voll leistungsfähig wären mit Kind. Dass der arbeitenden Mutter dann wieder andere auf die Pelle rücken würden, die fänden, bei dem Arbeitspensum hätte man keine Kinder auf die Welt stellen sollen, blenden wir auch aus. Das ist sicher auch etwas ganz anderes.

So oder so: Gut gibt es so viele, die entscheiden, was richtig und was falsch ist, die wissen, wie die Welt zu drehen hat. So muss man sich nur noch fügen. Wäre ja zu schön, wenn jeder einfach wählen könnte, was er will.

2 Comments

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  1. Den einmal eingeschlagenen Weg – müssen wir den fortsetzen? Das gibt es doch millionenfach, daß man sich anders entscheidet..und davon lebt die Kunst, vornehmlich Film und Literatur, daß ein Mensch plötzlich „einen Haken schlägt“ und sich verwirklicht, da, wo er im Moment seine „Aufgabe“ sieht.

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  2. Ein Satz doch noch: Es sollte jeder Frau freistehen, wie sich entscheidet. Von Stastsseite her ein Studium und die Anwendung des studierten im Berufsleben einzufordern ist lachhaft. Sowas wird von Männern ja auch nicht verlangt.
    PS: Mit der Ausbildung zum Kriegshandwerk in der Armee verhält es sich tatsächlich anders, mehr so versicherungsmässig, sagen sie…

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