Ennetbaden – Weg mit Ausblick

 

IMG_4086Frei nach dem Motto „Warum denn in die Ferne schweifen“ führte mich mein heutiger Weg nach Ennetbaden. Zuerst durch Wohnquartiere, dann den Terrassenweg entlang, später auf dem Höhenweg stieg ich höher. Rechts von mir Wald, links Reben, immer weiter, alles um mich grün. Unter mir erstreckte sich Baden, vor mir schlängelte sich der Weg, bald in den Wald hinein, was bei den sehr warmfeuchten Temperaturen willkommen war. Bei der Aussichtsplattform angekommen genoss ich den Rundblick über Ennetbaden und Baden und in die Ferne.

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IMG_4077Es war keine weite Wanderung, eher ein Spaziergang, trotzdem tat mir mein Ausflug gut, er hielt mir die Schönheit der Natur vor Augen, die ich in vielen bunten Blumenbildern einfing. Dass auch meine Gedanken nicht still standen, versteht sich von selber, immer wieder erstaunlich, wie viel sich klären kann beim gehen – als ob sich mit der Sicht über die Welt auch die innere Sicht klärt.

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IMG_4091Manchmal müssen es keine Höchstleistungen sein, es reicht, zu geniessen, was ist. Schon kleine Dinge wie eine Blume oder ein moosbewachsener Stamm kann schön sein, kann Freude bereiten, wenn man nicht blind an ihnen vorbeirast. Auch im Leben muss es nicht immer das beste, tollste oder neuste sein, ab und an hat man so viel, man müsste es nur im richtigen Licht betrachten und es zu schätzen wissen. Wie oft streben wir Neuem zu, sehen ihm den Reiz, das, was uns fehlt im Jetzt. Wir glorifizieren, achten das Alte gering und tun alles, das Neue zu kriegen. Dabei vergessen wir, dass auch jetzt Neues irgendwann alt ist.
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Auch sein Reiz verflüchtigt sich irgendwann und nirgends hat man alles. Abstriche gehören wohl zum Leben – und das ist irgendwie auch gut, denn ein Leben, das in allen Bereichen stets perfekt wäre, wäre wohl eher langweilig. Zudem: Was könnte in diesem Leben noch besser werden? Es könnte fast nur schlechter werden – oder still stehen. Dazu käme, dass es bedingte, dass man selber stehen bliebe, seine Sicht der Dinge nie änderte, sich selber nie weiter entwickelte, denn sonst wäre vielleicht plötzlich etwas nicht mehr perfekt und die Welt in Trümmern, die ja nur eine gute wäre in der absoluten Perfektion. So geniesse ich, was ist – und es ist viel -, halte im Blick, wo ich gerne hin möchte, und versuche, den Weg dahin zu finden und zu gehen.

 

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1 Comment

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  1. Dein umfassender Blick/Überblick/Weitblick über „all die Dinge dieser Welt“ faszinieren mich immer wieder. Ich sehe es auch so oder so ähnlich.
    Unsere so schöne Natur, die uns umgibt – auch die im Kleinen – sie macht beim „genaueren Hinsehen“ ehrfürchtig und demütig. Das „nicht-einfach-so-vorübergehen“ bei Spaziergang und Wanderung ist purer Lebensenergiespender. Es inspiriert und „durchlüftet/reinigt“ Körper und Seele.

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