Postwendend

Frau S. hatte kürzlich die glorreiche Idee, in einem grossen Geschäftgebäude Flyer intern in die einzelnen Postfächer verteilen zu lassen. Sie ging dazu auf die inhäusige Poststelle, unterbreitete ihr Vorhaben. Die nette Frau am Schalter erklärte postwendend: „Das geht so nicht.“

Frau S.: „Wieso denn nicht?“

Nette Frau: „Wir nehmen die entgegen, schicken sie zur Hauptpoststelle im Ort, die bringen sie wieder her ; erst dann werden sie verteilt.“

Frau S. schluckte erst mal leer und suchte nach Worten. Dann fragte sie: „Dann muss ich jeden Flyer mit A-Post bezahlen?“

Nette Frau: „Nein, muss nicht A-Post sein.“

Frau S.: „Kann ich B-Post nehmen und sie verteilen sie dann erst übermorgen?“

Die nette Frau erzählte etwas von einem Sondertarif, den Frau S. nicht ganz verstand, erörterte dann die Möglichkeit, die Flyer einfach im Postraum aufzulegen, damit die Leute, die zum Postfach gehen, diese sähen –aber auch das sei selbstverständlich kostenpflichtig…

Da die Flyer auch dann über die Hauptdienststelle zum Wenden und Zurückkehren gingen, das, wie die nette Frau versicherte, über eine Woche dauere, bis sie wirklich im Haus (der Postraum lag direkt hinter dem Schalterraum) aufliegen würden, zog Frau S. mitsamt ihren Flyern von dannen und verteilt sie nun selber. Sie hört dabei noch immer das ungläubige Lachen der Leute, die sich in der Schlange hinter ihr befanden und alles mitangehört hatten.

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