Weibes Mann – eine Ode

Es war einmal ein keifend Weib,
das hatte so ne Wut im Leib,
dass es nur zeterte und flucht’,
die Worte waren gar verrucht.

Der Mann , da musste einer sein,
was sonst wohl wäre so’ne Pein,
schaute erst gross und floh alsdann,
was tät er sonst, der gute Mann?

Doch wer nun denkt, das brächte Ruh,
der sieht das Gegenteil im Nu,
da nun das Klagen angefangen,
darüber, dass er weggegangen –

allein gelassen hat das Weib,
das nun trägt nur Schwarz am Leib.
Was taugt als Grund zum Jammern noch,
wenn der triftigste von dannen zog?

So ohne Sinn und ohne Grund,
ist Jammern schlicht und endlich Schund
und des Lebens Inhalt müssig,
man desselben überdrüssig.

Es muss schnell her ein neuer Mann,
Weib tut dazu, was es nur kann,
was hat sie sonst, die gute Frau,
ausser Wäscheberg und Michflussstau?

Es braucht das Weib nen g’scheiten Mann,
damit es wieder schimpfen kann.

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