Scheingefechte*

In Hamburg schlagen sie sich
die Köpfe ein.
Als Protest gegen Gewalt,
gegen Weltzerstörung derer,
die nichts verstehen,
nur sich selber sehen.
Sagen sie.
Zum Schein!

Sie zerstören Läden und Wagen,
schiessen auf Menschen und Häuser.
Strassen brennen
und Menschen rennen,
weil ein paar zum Schein
und aus Spass an der Freude
finden: So
soll es sein!

©Sandra Matteotti

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*aus aktuellem Anlass und dem Unverständnis heraus, wie nur irgendwer ernsthaft denken kann, mit Zerstörung und Gewalt diese beiden bekämpfen zu können…

Wellenschlag

Wellen schlagen,

reissen nieder,

Stürme brechen,

in die Welt.

Zerstören, töten

alles Leben,

das noch ist

für kurze Zeit.

Dunkelheit beherrscht

mein Denken

und mein Fühlen.

Fühl ich noch

wenn ja, was ist?

Kälte, Härte,

eiserne Gewalt,

klammert sich

mein Herz erstarrt,

wird klein

bis dass es bricht,

in tausend Stücke,

Scherben gleich,

klirrend scharf,

entschwindend bald.

Die irgendwann

am Himmel steh’n

als Sterne klar

und niederseh’n

auf die da unten,

die zerbersten,

sterben,

durch die Wellen,

die zerschlagen,

niederreissen.