Ist unser Geist fröhlich und mitfühlend, ist es auch die Welt; ist er voller negativer Gedanken, wirkt auch die Welt negativ. Wenn du also überlastet und hektisch bist, ruf dir in Erinnerung, dass du nicht machtlos bist. Wenn dein Geist innehält, kommt auch die Welt zur Ruhe.
Der ehemalige Professor und nun als Zen-Mönch wurde Haemin Sunim oft nach seinem Rat gebeten bei Lebensfragen. Bald ging er dazu über, diese Ratschläge nicht nur in Mails oder persönlichen Gesprächen zu geben, sondern auch in den sozialen Medien verschiedene Aspekte des Lebens und seiner Sicht darauf zu vermitteln. Die Themen waren vielfältig, sie reichten von der Entschleunigung in der heutigen hektischen Welt über die Möglichkeiten, gute Beziehungen zu führen bis hin zu Achtsamkeit und Mitgefühl im Umgang mit sich und anderen.
Mit seinen Gedanken traf er viele Menschen mitten ins Herz, und so wurde bald auch ein Verlag auf ihn aufmerksam, der seine Gedanken in Buchform zusammenfassen wollte. Was für ein Glück! „Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst“ ist ein Geschenk. In einführenden Texten und nachfolgenden kurzen Gedanken werden verschiedene Themen aufgegriffen. Es ist kein Buch, das man schnell so nebenbei liest, sondern eines, das einen immer wieder zum Innehalten und Nachdenken aufruft.
Liebe kann das Leben der Menschen ändern.
Das Buch ist sehr liebevoll illustriert, so dass es nicht nur ein wunderbarer Begleiter und Ratgeber, sondern auch eine Freude zum Anschauen ist.
Fazit
Ein wunderbar inspirierendes, liebevoll illustriertes Buch, das zum Nachdenken anregt. Prädikat: Absolut empfehlenswert.
Haemin Sunim
Haemin Sunim, geboren in Korea, ging in die USA, um in Berkeley, Harvard und Princeton Film zu studieren, nur um zu erkennen, dass er sein Leben dem Buddhismus und spirituellen Leben widmen möchte. Er kehrte nach Korea zurück, wurde Mönch und wurde einer der meistgelesenen spirituellen Autoren. Sein Buch „Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst“ verkaufte sich mehr als drei Millionen Mal, und er hat über eine Million Follower auf Twitter und Facebook. Wenn Hamin Sunim nicht auf Reisen ist, um Vorträge in der ganzen Welt zu halten, lebt er in Seoul.
Angaben zum Buch:
Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: Scorpio Verlag (4. August 2017)
Übersetzung: Claudia Seele-Nyima
ISBN: 978-3958031340
Preis: EUR: 18 ; CHF 28.90
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Manchmal muss man gar nicht weit gehen, um Geschichten zu finden. Sie sind überall, in der Nachbarschaft, auf dem Friedhof, im Bahnhof, in der Schule oder im Theater. Man findet sie am Morgen, am Abend und dazwischen. Man muss nur die Augen und die Ohren offenhalten.
Diesen Fragen geht der bekannte Neurobiologe im vorliegenden Buch nach. Anhand von Beispielen aus der Biologie erläutert er, wie die Vorstellung der Würde beim Menschen überhaupt entstanden ist, weswegen wir eine solche Vorstellung brauchen und wie ein Bewusstsein für die eigene Würde entsteht. Ziel ist es, den Menschen für den Begriff der Würde wieder zu sensibilisieren und ihn damit in die Lage zu versetzen, ein würdevolles Leben zu leben.
Pierre-Joseph Redouté kam schon in jungen Jahren mit der Botanik in Berührung: Ein Mönch der Abtei S. Hubert führte ihn in dieselbe ein und hat damit wohl seine Liebe zu den Blumen geweckt. Später ging Redoute nach Amsterdam, wo er das Werk des berühmten Blumenmalers Jan van Huysum studierte, nachher nach Paris, um als Dekorateur und Bühnenmaler zu arbeiten. Er weckte mit seinem Können bald die Aufmerksamkeit und wurde fortan mit seiner Blumen-Aquarellmalerei gefördert, unter anderem von der Königin Marie Antoinette und später von der Kaiserin Joséphine.
Das Buch ist mit seinen 608 Seiten, um die 4,5 kg und den Massen 26,7 x 5,7 x 36,2 cm
Familienglück ist eine wunderbare Liebesgeschichte, eine Charakterstudie, die Geschichte einer Ehe durch schwierige Zeiten hindurch. Masa kann dabei als Vorgängerin Anna Kareninas gesehen werden, viele Züge Annas sind schon in Masa angelegt, auch Teile der Geschichte lassen sich wiederfinden.
So betitelt und untertitelt kommt dieser kleine, aber feine Gedichtband daher. Kannte ich aus Schulzeiten nur den Schimmelreiter und die ach so norddeutschen Novellen, entdeckte ich den Lyriker Storm erst spät. Das bedaure ich sehr, bin aber froh, dass es nicht zu spät war, ich ihn entdeckte. Eine wunderbar klare Sicht aufs Leben, so viel Herz und Verstand.
Drei Frauen, drei Geschichten, die ihren Lauf nehmen. Smita, eine Frau aus Indien, die für ihre Tochter ein besseres Leben wünscht, als sie selber hatte, Giulia, die nach dem Tod des Vaters den Familienbetrieb retten will, und Sarah, Karrierefrau, die an Krebs erkrankt. Sie alle finden sich in den Gefängnissen ihres Lebens und setzen zum Befreiungsschlag. Sie alle könnten verschiedener nicht sein, leben an den unterschiedlichsten Orten, und doch: Etwas verbindet sie, bindet sie wie Strähnen eines Zopfes zusammen.
Was Glück ist und wie man es finden kann, darüber haben die Menschen über Jahrtausende nachgedacht, Thesen aufgestellt, Definitionen verfasst. Dass die Fragen nach dem Glück nicht leicht zu beantworten seien, glaubt man darin zu sehen, dass die Literatur ganze Regale füllt und doch nicht alle Menschen glücklich sind. Die Anleitungen scheinen also nicht zu fruchten – oder die Menschen halten sich nicht an die Anleitungen.
Taschenbuch: 186 Seiten
Eigentlich will Myron Bolitar seinen Urlaub geniessen, doch als er erfährt, dass seine Freundin und Geschäftspartnerin Esperanza verdächtigt wird, einen gemeinsamen Klienten umgebracht zu haben, lässt er alles stehen und liegen und fliegt heim. Wenn er gehofft hatte, Esperanza würde es ihm danken, sieht er sich eines Besseren belehrt: Sie lehnt seine Hilfe kategorisch ab, was ihn natürlich nicht davon abhält, auf eigene Faust zu ermitteln.
Im Frühling 1859 reist Arkadi, der an der Universität in Petersburg soeben den Grad eines Kandidaten erworben hat, nach Hause in den Süden aufs väterliche Gut. Begleitet wird er vom Nihilisten Basarow, einem Medizinstudenten aus ärmlichen Verhältnissen, der sich durch einen strebsamen und streitbaren Charakter auszeichnet: immer auf Konfrontationskurs. An allem und jedem findet er etwas auszusetzen, Arkadis Onkel, der auch auf dem Gut lebt, ist zu nobel, sein Vater zu romantisch, die Gesinnungen der beiden älteren Herren sind nicht mehr Zeitgemäss – eigentlich die der ganzen Welt.
So heisst es in einer Tagebuchnotiz aus dem Jahr 1938. Nachdem Kalekos Gedichte anfänglich grossen Erfolg hatten, wurden sie in dem Jahr von den Nationalsozialisten als „schädliche und unerwünschte Schriften“ verboten, Mascha emigrierte mit ihrer Familie in die USA. Der Gedichtband setzt sich denn auch mit den Themen Heimat und Fremde auseinander. Melancholisch und doch mit leisem Witz fliessen Gedanken und Gefühle Worten aufs Papier.
Dalai Lama und Desmond Tutu trafen sich anlässlich des 80. Geburtstags des Dalai Lama in dessen Exilheimat Indien und sprachen eine Woche lang über die Freude. Begleitet wurden sie dabei vom Journalisten Douglas Abrams, der die Gespräche schlussendlich zu diesem fertigen Text zusammentrug und das Thema mit Erkenntnissen aus der Neurobiologie wie durch persönliche Beobachtungen aus seinem Leben sowie aus dem Zusammentreffen der beiden alten Freunde anreicherte.
Tenzin Gyatso, Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama, bezeichnet sich selbst als einfachen buddhistischen Mönch. Geboren 1935, floh er nach der Besetzung Tibets 1959 nach Indien, wo er seitdem im Exil lebt. Das geistliche und (bis zu seinem freiwilligen Rückzug 2011) weltliche Oberhaupt der Tibeter wurde 1989 mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Seine spirituelle Arbeit, seine Bemühungen um die politische, religiöse und kulturelle Identität Tibets sowie sein Einsatz für den Weltfrieden finden Anerkennung in der ganzen Welt.
Desmond Mpilo Tutu, geboren 1931, ist emeritierter Erzbischof der Anglikanischen Kirche in Südafrika. Als wichtigste Symbolfigur neben Nelson Mandela im Kampf gegen die Apartheid erhielt er 1984 den Friedensnobelpreis. Ab 1995 war er Vorsitzender der Wahrheits- und Versöhnungskommission in Südafrika, die nach den Prinzipien von Mahatma Gandhi arbeitete. Seine Politik der Vergebung und Aussöhnung wurde zum leuchtenden Beispiel für gewaltfreie Konfliktlösung. Auch im Alter von 84 Jahren setzt sich Bischof Tutu unermüdlich weltweit für Frieden und Menschlichkeit ein.