Ich möchte

Ich möchte
verrückt sein
auf Tischen tanzen
einfach tun
nicht überlegen.

Ich möchte
Worte schreiben
keine Leser denken
einfach reihen
Wort an Wort

Ich möchte
Bilder malen
Farbe setzen
zeichnen
ohne Perspektive.

Ich möchte
Witze machen
nie verletzen
frei sein
ohne Grenzen.

Ein Licht

Ich bin ein Licht.
Ein kleines nur.
Ich leuchte hell
in meinem Kreis.

Ich bin ein Licht.
Mein Kreis ist klein.
Doch ich bin da
und schaue hin.

Ich such das Licht.
Die Welt ist grau.
Sie sucht nach Licht
ich such’ es auch.

Ich bin ein Licht
Und suche stets
nach Sonnenschein
in meiner Welt.

Und wär ein Licht
in jeder Welt,
dann wär sie hell
und lebenswert.

Wir suchen Licht
und sehen nicht,
dass wir es wär’n
im Hier und Jetzt.

Sandburg

Worte nur,
just aus dem Nichts,
weckten auf
das grosse Sehnen
nach so viel,
das niemals war.

Es gab die Zeit,
da möglich schien,
was nur erträumt,
doch nie gelebt.
Trügerisch,
bloss Illusion.

Den Wolken gleich,
zerstob sogleich,
was Burg mal schien
und Sand nur war.
Doch manchmal kommt
ein Korn zurück.

Der Falke

Der Falke fliegt,
weit über mir,
trägt Hoffnung mit,
die da noch ist.

Wie tonnenschwer
wiegt doch die Angst,
die runterzieht,
mich fest umschlingt.

Es kämpft der Falke
mit Gewicht,
mal schweb ich mit,
mal sink ich ab.

Ich pendle hin
und dann zurück,
ich such das Licht,
ich hoff auf Glück.

Drum Falke, flieg! –
ganz hoch hinaus,
dass keine Kette
dich noch hält.

Und sink ich doch,
dann sei es so.
Jedoch bis dann,
da hoffe ich.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Wenn man vermisst,
was niemals ging,
wenn man ersehnt,
was noch nie war.

Wenn man stets will,
aber nie kann,
wenn man stets geht
und immer nur fällt.

Dann sitzt man da,
zwischen den Stühlen,
schielt mal hier hin
und mal da.

Wo man auch sitzt,
es ginge weicher,
wo man auch schaut,
da wär’ das Glück.

Und doch bleibt nur
das Sehnen zurück,
es bleibt ganz stark
der eine Wunsch.

Dass da was wäre,
was nicht ist,
dass da mal ginge,
was nie ging.

Wenn man vermisst,
was noch nie ging,
und doch immer hofft,
dass es mal würd.

Hier im Dort

Alles schreit
und alles drückt,
alles fällt
und alles stirbt.

Was mal war,
ist längst nicht mehr.
Was mal war,
ist längst passé.

Drum lass uns ziehen,
lass uns geh’n.
Ferne Lande,
weit von hier.

Lass uns sehen
was noch geht,
lass uns fühlen,
was noch ist.

Wenn das Ende
ist gekommen,
gibt es nur
den Neuanfang.

Lass ihn packen,
lass uns träumen,
lass den Zauber
wirken nun.

Und so ziehen wir
wir brechen auf,
um im Dort
im Hier zu sein.