Über Geschmack lässt sich nicht streiten

Er: „Hast du meine Discokugel gesehen? Ich wollte die doch im Wohnzimmer aufhängen.“

Sie: „Ich habe keine Ahnung, wo die sein soll, musst halt besser Ordnung halten mit deinen Sachen.“

Er: „Dir hat die ja noch nie gefallen, gib’s zu, du hast die heimlich entsorgt!“

Sie: „Das würde ich doch nicht tun, wie könnte ich auch. Die muss geklaut worden sein.“

Er: „Du bist ja wahnsinnig, wer soll schon eine Discokugel klauen, das glaubt ja kein Mensch.“
Sie: „Ha, dann gibst du also zu, dass die keiner haben will, weil sie einfach nur grässlich hässlich ist.“

Er: „Du musst auch immer das letzte Wort haben.“

Sie: „Nein!“

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Für die abc.etüden, Woche 04.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 02.18 kommt Sabine aus dem Hause wortgeflumselkritzelkram

Sie lauten: Discokugel, wahnsinnig, klauen.

Der Ursprungspost: HIER

Lüge oder Wahheit?

 

„Immer die Wahrheit, keine Lügen. Unter keinen Umständen.“

Diesen Spruch hörte ich grad in einer eigentlich sehr seichten Liebesschnulze. Aber ja, das wäre mein Wunsch zum Glück. Ich mag keine Lügen. Egal wie schwer die Wahrheit auch sein mag. Eine Lüge wiegt schwerer.

Thomas Mann sagte mal:

Eine schmerzliche Wahrheit ist besser als eine Lüge.

Das ist genau mein Motto. Bei der Wahrheit habe ich die Wahl, mich zu entscheiden. Und selbst wenn sie mich im ersten Moment wütend macht, traue ich mir zu, am Schluss in Ruhe den richtigen Schluss zu ziehen. Wenn mich aber wer belügt, weil a) den Ausbruch fürchtet und mir b) die sachliche Analyse nicht zutraut – dann ist es zwischen uns nicht weit her.

Wer mich belügt zweifelt meine Denkfähigkeit an (und da reagiere ich sehr heikel) und er stellt sich über mich – indem er mir nicht die Chance gibt, selber Stellung zu einer Realität zu beziehen, von der er weiss.

Wieso lügen wir? Sind Lügen wirklich je sinnvoll? Ich denke nicht. Ich bin gespannt, was ihr denkt!

Lebenswege

Hier sitze ich und schaue zurück. Auf mein Leben, auf den Weg, den ich gegangen bin. Er war wohl nicht das, was man einen linearen Weg nennen würde. Ich wusste nicht mit 4, dass ich Ärztin werden wollte, wurde es und bin seit da glücklich als solche.

Ich habe ursprünglich bei der Veterinär-Medizin immatrikuliert, dann Juristerei begonnen und schlussendlich in Germanistik den Master gemacht. In Philosophie habe ich schlussendlich promoviert, wanderte aber schon da zum Yoga ab. Vor allem mit dem Herzen, der Rest blieb noch ein wenig in der westlichen Wissenschaft. Danach wurde es unruhiger. Ich hatte viele Interessen und wohl auch Talente, probierte sie aus, legte mal die Schwerpunkte auf das eine, dann auf das andere – oft auch gesteuert durch äussere Gründe wie Verletzungen, notwendige Einkünfte, aber auch Inspirationen, Euphorien – und so vieles mehr.

Ich bin nicht kreuz und quer durch die Landschaft der Möglichkeiten gegangen, kam auch immer wieder zu den bald mal gefundenen Verdächtigen zurück (und habe immer bei allem das, was ich von den anderen Bereichen gelernt habe, integriert). Von aussen muss es wohl so ausgesehen haben, als sei da eine, die wild von einer Blume zur andern fliegt, ein Schmetterling, der Nektar sucht.

Das Bild trifft es aber doch gut. Ich suchte Nektar. Ich suchte neue Impulse, um meinen Weg zu dem zu machen, was er sein soll: Meiner. Da sollte alles Platz haben, es sollte ein Ganzes geben, nicht viele Einzelteile, bei denen ich mich für eines entscheiden muss. Und ich denke, das ist mir gelungen. Ich fühle mich heute an einem Punkt, wo ich sagen kann: Das ist mein Weg, den will ich gehen. Und ich habe ganz viel im Rucksack, das den Weg bunt macht, das den Weg spannend macht, was ihn auch kreativ macht.

Solche bunten Wege sind nicht immer einfach zu gehen. Sie werden umso schwerer, weil sie von vielen nicht verstanden werden. Und wir alle möchten verstanden sein, denn nur dann fühlen wir uns dazugehörig. Ich habe vor langer Zeit mal die Geschichte vom Schmetterling und vom Maulwurf hier reingestellt. Sie ist und bleibt wohl meine Lebensgeschichte. Dabei möchte ich nicht werten, ob nun der Schmetterling oder der Maulwurf das bessere Leben führt, beide führen das für sie richtige – so hoffe ich. Schwierig wird es, wenn einer das Leben des anderen leben will oder aber man sich durch die Bewertung von jemandem, der ein anderes Leben fühlt, in seinem Leben falsch fühlt.

Wer kennt nicht die Aussage

Jeder soll nach seiner Façon selig werden.

Man schreibt sie dem preussischen König Friedrich II. zu. Das sollte sich jeder Mensch immer wieder sagen – und auch fragen: Was ist meine Façon? Und: Wenn man wieder mal dahin gehen will und die Wege anderer kritisieren, könnte man sich an Voltaire erinnern, der sagte:

Was ist das: Toleranz? Es ist die schönste Gabe der Menschlichkeit. Wir sind alle voller Schwächen und Irrtümer; vergeben wir uns also gegenseitig unsere Torheiten. Das ist das erste Gebot der Natur.

Und eigentlich könnte man dann alle reden lassen. Und man könnte einfach nur denken:
Du hast nichts begriffen. Wie sagte der Dalai Lama so schön:

Kriege entstehen aus dem Scheitern, das Menschsein der Anderen zu verstehen.

Gewürz – mehr als nur das Salz in der Suppe

Ich schimpfe ja immer mal gerne über die sozialen Medien. Über die Fassaden, an die man gerät, über den Mist, den man sich auflädt. Aber: Es gibt auch das andere: Man trifft auf Menschen, die man sonst vielleicht nie getroffen hätte. Und teilweise trifft man die dann auch real. Das ist mir in meinem Leben oft passiert, schon vor den Sozialen Medien, als es noch nur Foren gab. Eine meiner langjährigsten Freundinnen stammt aus einem solchen Forum. Eigentlich nicht nur eine.

 

Kürzlich hatte ich wieder das Vergnügen. Wir verflogten uns schon lange im Netz, nun klappt ein Treffen. Ich sass also in ihrer Wohnstube und wir plauderten. Und der Gesprächsstoff ging nie aus. Das allein war schon wunderbar. Doch dann kriegte ich sogar noch ein Geschenk mit auf den Weg. Eine Gewürzmischung (nicht nur eine, aber die eine habe ich gleich probiert und bin hin und weg): Ein Rosmarin-Knoblauchsalz. Ich liebe rohes Gemüse, würze das gerne mit einer Würze, die neben Salz auch noch Geschmack liefert, ich hatte bisher so meine Favoriten – die sind alle übertroffen:

 

Würzmeister – Rosmarin-Knoblauchsalz

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Das war das Wundersalz. Wer nun denkt, das sei doch „cheibe tüür“ (wie man in der Schweiz sagen würde): Das Salz wird von Würzmeister eigenhändig hergestellt. Und: Man braucht so wenig dafür für eine wirklich grosse Portion Gemüse. Und zu guter Letzt: Der Geschmack… Er überzeugt schlicht. Da schmeckt man raus, was drin ist. Man muss das Essen nicht zuschütten mit Gewürz, es reicht ein Hauch und es ist ein Genuss.

 

Ich mache auf meinem Blog nie Werbung, hier steht immer meine Meinung. So auch hier. Wer hochwertige Gewürze schätzt, die danach schmecken, was drin ist:

Hier kriegt man die:

 

Würzmeister

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Und auch wenn die Qualität für sich spricht, ist es umso schöner, dass dahinter Menschen stehen, die einen Traum leben, für den sie einen immensen Einsatz leisten. Dass sich diese Menschen dabei auch noch für andere Menschen einsetzen, denen es nicht gut geht, ihnen eine warme Stube, eine Gemeinschaft, ein Mittagessen und auch mehr bieten, spricht nur noch mehr für sie!