Das
Leben
erleben
im Pendel
von wenig und viel
vermeidend
das kleine
Wort
zu
©Sandra Matteotti
Denkzeiten – Philosophie in Theorie und Praxis
Dr. Sandra von Siebenthal
Das
Leben
erleben
im Pendel
von wenig und viel
vermeidend
das kleine
Wort
zu
©Sandra Matteotti
Da war Frau M. aus Z. am See,
die sang gar laut und – ach herrje:
So falsch, wie man kaum denken kann.
Doch: Was ist falsch und wer ist man?
Sie war halt froh! Who cares? Jucheee.
©Sandra Matteotti
herbst sei
abschied, sei
ein verlust.
es hiess,
die dinge enden,
fielen weg.
doch nein,
man kriegt so viel
dazu an:
farben und auch
laub, das tanzt, und
wind, der singt.
und irgendwann,
im klirrend kalt:
flocken aus schnee,
im stillen tanz,
sich niederlegend,
sanft bedeckend
die welt
in watte packend,
ruh dazu.
was einst hiess,
abschied nehmen,
war schlicht
neubeginn
©Sandra Matteotti
Sonnenschein und Meereswogen,
Sternenhimmel, Traumesnacht,
Blaue Wellen, Windesflüstern,
und ein Mond, der oben wacht.
Strandessand und Kieselsteine,
Muschelmeer und Fischgesang,
und Libellen zirpen leise:
Lebenszeit nimmt ihren Gang.
Tagestraum und roter Wein,
Herzgefühl und auch Sehnsucht,
könnt es so doch immer bleiben,
dass es ist, lässt dankbar sein.
©Sandra Matteotti
1000 Worte
keines hielt
1000 Schwüre
Lügen nur
geglaubt
gehofft
gefallen
gehangen
gefangen
1000 Worte
keines hielt
1000 Schwüre
Lügen nur
erwacht
bedacht
gefallen
gefangen
gegangen
©Sandra Matteotti
Liebe kommt
oft nah
viel näher noch
als je erhofft
gedacht
ersehnt
geplant.
Liebe kommt
oft schlicht
und un-
erhofft
gedacht
und doch
ersehnt
weil
ohne sie
wär alles
nichts
und nichts
nie was.
©Sandra Matteotti
und dann
kamst du
aus dem
nichts nur
einfach so
ungeplant
und doch
will
kommen
mehr noch
ersehnt
und nein
nicht nie
wirklich
nie
geglaubt
nur so
am rande
gefühlt
da wär
was mehr
so du
©Sandra Matteotti
Da war diese Frau aus Hilterfingen,
die mochte so gerne Arien singen,
doch niemand wollt’s hör’n,
und ich könnte schwör’n,
dass viele im Geist schon Morde begingen.
©Sandra Matteotti
Ich bin
Thomas Mann,
doch ohne
Romane,
Bin Dürr
enmatt auch, und
grad ebenso.
Und ich
bin bloss
Denker
und halt schlicht
Philosoph.
Ich bin
immerzu,
und dichte
und denk…
Ohne mal Halten
und stets so
dichtend
gedacht
einfach so
ICH
Und wenn
es mal holpert,
dann ist das so
drin!
Ich bin nie
gradlinig,
ich bin,
wie ich bin.
©Sandra Matteotti
Da war die Mutter aus irgendwo,
die las die Bücher nur auf dem Klo.
eine Seite pro Tag –
Wieso? – Keine Frag!
Ruh fand sie sonst schlicht nirgendwo.
©Sandra Matteotti
Hier sitz ich nun,
so ganz allein,
und könnte gut
auch bei dir sein.
Doch sitz ich hier
und du bist da,
und du trinkst Gin
und ich trink’ Wein.
Ich sitze hier
und denk’ an dich,
und denk’ mir schlicht:
so sollt’s nicht sein.
Wir könnten auch
beisammen sein,
tränken erst Gin
und danach Wein.
©Sandra Matteotti
Da war Frau Horn aus der Pathologie,
die sagt‘ zu allen nur immer sie.
Sie hielt halt Distanz
und ging nie zum Tanz.
„Weil irgendwann sezier‘ ich die!“
©Sandra Matteotti
Zerrissen zwischen den Orten
und nirgends daheim,
erdrückt von Gefühlen
und damit allein.
Heimat ersehnen
und doch nur ein Gast,
den Hafen ansteuern,
der zu mir passt.
©Sandra Matteotti
Da war noch Frau Schmitt aus Malle,
die hatte ne scharfe Kralle,
die war so ganz pink
die war auch ganz flink,
und krallt’ sich die Männer alle.
©Sandra Matteotti
Es war mal ein Kamel im Zoo,
das nannten sie durchs Band nur Boo.
Es hiess eigentlich Fritz,
das ist nun kein Witz,
aber es reimte halt einfach nur so.
©Sandra Matteotti