| bell hooks; dazu gehören. Über eine Kultur der Verortung | bell hooks wächst in Kentucky auf, verlässt den ländlichen Staat, um in der Stadt ihr Leben weg von der Arbeiterklasse und im universitären Umfeld zu führen. Sie schreibt vom Wunsch, dazuzugehören, von Rassismus, der auf dem Papier abgeschafft, doch im Leben präsent wie eh und je ist. Sie schreibt vom Trost der Natur, vom Wert der Familie, der Kunst und des sorgsamen Umgangs mit Menschen und der Welt. Sie träumt von einer Welt des Miteinanders, einer Welt der Zugehörigkeit ohne Rassismus und Segregation. Und sie schreibt von ihrer Rückkehr nach Kentucky, den Ort, den sie überall hin mitgenommen hat durch die verinnerlichten Werte und Muster, und wo sie sich nun niederlassen will. | 4 |
| Noam Chomsky im Gespräch mit Emran Feroz: Kampf oder Untergang. Warum wir gegen die Herren der Menschheit aufstehen müssen | Der grosse Denker unserer Zeit über die Gefahren der Klimakrise und eines Atomkrieges, über die manipulative Macht von Massen- und sozialen Medien, über die selbstgemachte Zerstörung unserer Welt. Er behandelt die Notwendigkeiten einer neuen Form von Bildung, die zu mündigen, kritischen Menschen führen ebenso wie die Hoffnung, die im Menschsein und dessen Fähigkeiten begründet ist. Wir tragen gute und schlechte Seiten in uns, wir haben die Wahl, welche wir stärken und wie wir sie einsetzen. | 4 |
| Daniel Schreiber: Zuhause | Ist Zuhause nur eine romantische Verklärung, eine Illusion, oder können wir es finden? Ist es ein Ort oder einer Gefühl? Ist ein Zuhause eine Einschränkung und damit Feind der Freiheit, oder doch erstrebenswert? Was braucht ein Ort, um zu einem Zuhause zu werden, und was tragen wir dazu bei? Wie wirken sich Orte auf uns aus, und wie bringen wir uns in sie ein? Diese und weitere Fragen über das Leben, das Ankommen, das Wohnen, das Sein behandelt Daniel Schreiber in diesem wunderbaren Essay. | 5 |
| Annie Ernaux: Erinnerung eines Mädchens | Die Geschichte eines Mädchens und einer jungen Frau auf der Suche nach dem richtigen Platz im Leben, ihr Heranwachsen mit Wünschen, Träumen, Verletzungen und Scham. Der Blick von Heute auf das Gestern, der Versuch, sich selbst in der eigenen Vergangenheit zu finden und zu durchleuchten, schreibend, und dabei dieses Schreiben selbst immer wieder zu hinterfragen. Ein Herzensbuch! | 5 |
| Annie Ernaux: Die Scham | Ein Erlebnis 1952, das die Welt in ein Davor und ein Danach einteilt. Die Erfahrung, dass es zwei Welten gibt, eine unten und eine oben, zu der sie, als eine von unten, nie gehören wird. Die Scham dieser Erkenntnis, die Scham, die sich im Leben festsetzt, die sich in den Zellen des Körpers speichert und immer wieder hervorbricht. All das sind die Themen dieses Buches, das aus Erinnerungen und Reflexionen des schreibenden Erinnerns besteht – Erinnerungen an die Schulzeit, an das Leben zu Hause, an die Eltern, an sich selbst. | 4 |
| Carolin Emcke: Weil es sagbar ist. Über Zeugenschaft und Gerechtigkeit | Was lässt sich erzählen und wer kann es tun? Für wen erzählen wir und wem wollen wir erzählen? Für wen können wir sprechen und wieso sollen wir es tun? Carolin Emcke fragt nach den Geschichten des Lebens, beleuchtet das Sprechen von Schrecken und Leid. Sie zeigt den Wert der geteilten Geschichten für das Leben und das Überleben, denkt über die Sprache als Verbindung zwischen den Menschen nach. Es sind die Geschichten, die uns als Menschen ausmachen, wir sollten sie teilen. Ein persönliches, ein tiefgründiges, ein zum Nachdenken und Selbst-Erinnern anregendes Buch. | 5 |
| Herta Müller: Lebensangst und Worthunger | Herta Müller über ihr Schreiben, wie dieses vom Leben und ihrer Herkunft geprägt ist, und über ihre Zusammenarbeit mit Oskar Pastior für das Buch «Atemschaukel». | 4 |
| Florian Illies: 1913. Der Sommer des Jahrhunderts | 1913 – ein Jahr des Aufbruchs und doch zeichnet sich auch ein ein Untergang an. Oswald Spengler prognostiziert ihn. Doch nicht nur das: Karl Kraus verliebt sich, Rilke leidet, Kafkas Heiratsantrag geht in die Hose und vieles mehr passiert in der Welt der Musiker, Literaten, Denker. Florian Illies zeichnet ein wunderbares Panorama des Jahres 1913. | 5 |
| Gabriele von Arnim: Der Trost der Schönheit | Ein Buch vom Sehen und vom Fühlen, von der Milde des Alters, von der Gelassenheit, die sich einstellt und doch immer wieder mit Affekten durchbrochen wird. Vom Sich-Einrichten im Leben und seinen Umständen, vom Geniessen der kleinen Dinge, vom Sich-Freuen an den Blumen am Wegesrand, den Wolken am Himmel, dem Buch auf dem Tisch und der Zeit, die bleibt. Und vom Atmen. Und Fühlen. Vom Allem. Und nichts. | 3 |
| Uwe Timm: Von Anfang und Ende. Über die Lesbarkeit der Welt | Wo fängt ein Schriftsteller an, wo hört er auf, wie schuf Gott die Welt und wann war sie wirklich gut? Wann ist ein Buch gut und womit hadert der Schriftsteller bis zum schlussendlichen Gefühl, dass es nun gut sei? Von der Idee zum Schreiben, vom Hadern mit dem Text, vom Neuschreiben und Umschreiben, von all dem erzählt Uwe Timm in diesem Buch und gibt Einblicke in die Schreibprozesse seiner Bücher. | 4 |
| Robert Menasse: Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung | Im Rahmen der Frankfuter Poetikvorlesungen erzählt Robert Menasse von seinem Schreiben – so dachte ich, wurde aber eines Besseren belehrt. Menasse zeichnet ein Zeitbild, ein Bild der politischen Gesinnung der Gesellschaft, ein Bild von Kapitalismus, Globalisierung und Demokratie, vom falschen Verständnis der Menschen und Polarisierung der Moral. | 2 |
| Heinz Bachmann: Ingeborg Bachmann, meine Schwester. Erinnerungen und Bilder | Heinz Bachmann erzählt aus dem Familienleben, erzählt über das Aufwachsen mit Ingeborg, über seine Beziehung zu ihr, über ihr Leben, ihre Beziehungen. Die Erinnerungen führen nach Wien, Paris, Rom, Zürich und immer wieder auch nach Klagenfurt. Das Buch ist eine Liebeserklärung an die verstorbene Schwester, man spürt die Verbindung der beiden. Wirklich neu ist kaum etwas davon, trotzdem berührt das Buch durch die persönliche Note des Bruders. | 5 |
| Alexander Mäder: Journalistisches Schreiben | Einführung in die Praxis des journalistischen Schreibens, von der Recherche über die Absicherung der Fakten hin zu Stilfragen ist alles mit Beispielen aus der Praxis anschaulich gemacht und theoretisch erläutert. Alexander stellt die verschiedenen Formen journalistischer Texte vor und gewährt Einblicke in die tägliche Arbeit von Journalisten in Redaktionen wie auch als freie Mitarbeiter. Kompetent, sachlich, auf den Punkt. | 5 |
| Edouard Louis: Das Ende von Eddy | Eddy wächst in einem kleinen Dorf im Norden Frankreichs auf, in welchem männliche und weibliche Rollen klar definiert werden. Als schwuler kleiner Junge aus einer armen Familie sieht er sich schon früh Spott, Abwertung und Gewalt ausgesetzt. Er versucht all das wegzulächeln, versucht sich bis zur Selbstverleugnung anzupassen, bis er merkt, dass es eine andere Lösung geben muss. Ein grossartiges Buch! | 6 von 5 |
| Beate Rössler: Autonomie. Ein Versuch über das gelungene Leben | Beate Drössler analysiert, was Autonomie mit einem gelungenen Leben zu tun hat, wieso ein glückliches Leben nicht immer ein gelingendes ist. Sie beleuchtet den Sinn von Tagebüchern für die Selbsterkenntnis sowie deren Beziehung zur Autonomie, ebenso zeigt sie auf, wie Freiheit und Ambivalenzen mit Autonomie zusammenhängen. Welche Voraussetzungen müssen für ein autonomes Leben gegeben sein, und: Gibt es sie wirklich oder ist sie eine Illusion? | 4 |
| Deborah Levy: Was das Leben kostet | Die Ehe ist zerbrochen, das alte Leben ist vorbei. Es gilt, ein neues aufzubauen, in einem neuen Zuhause und im neuen Leben anzukommen und sich da einzurichten. Deborah Levy erzählt aus dieser Zeit des Umbruchs, erzählt von den Gedanken, Gefühlen, Herausforderungen und immer wieder auch vom Schreiben. Ein wunderbares Buch, ein tiefgründiges Buch, ein Buch zum mitfühlen, mitleben, mitdenken. | 5 |
| Hans-Ulrich Treichel: Der Entwurf des Autors. Frankfurter Poetikvorlesung | Hans-Ulrich Treichel erzählt in fünf Vorlesungen im Rahmen der Frankfurter Poetikvorlesungen von seinem Werden als Schriftsteller. Er nimmt den Zuhörer/Leser mit auf eine Reise aus der Kindheit ins Erwachsensein, von der Lyrik in die Prosa, durch Stationen wie Berlin, Kreta, Rom und immer auch wieder zurück in den Osten, nach Ostwestfalen. Ein persönliches Buch voller Einblicke in das Werden, Schreiben und Leben. | 5 |