«Ohne jede Absicht studieren, bloss um sagen zu können, was andere getan haben, das heisst die letzte der Wissenschaften, solche Leute sind so wenig eigentliche Gelehrte, als Register Bücher sind. Nicht bloss wissen, sondern auch für die Nachwelt tun [sic!] was die Vorwelt für uns getan hat, heisst Mensch sein.» Georg Christoph Lichtenberg
Wissen um des reinen Wissens willen ist sinnlos. Blosse Wissensaneignung ist reines Hirnfüllen ohne Sinn und Zweck. Erst in der Anwendung zeigt sich der Nutzen dessen, was man sich angeeignet hat. Erst im Tun ist der Mensch ganz Mensch, indem er das, was er gelernt hat, einsetzen kann für die Welt und die Menschen in ihr. So heisst Menschsein eigentlich, sich zum Wohle der Menschen einzusetzen, und um das tun zu können, braucht es das Wissen, wie es gehen könnte.
«Der Mensch lebt allein [sic!] um sein und seines Mitmenschen Wohl so sehr zu befördern [sic!] als es seine Kräfte und seine Lage erlauben.» Georg Christoph Lichtenberg
Dies im Hinterkopf könnte man daran gehen, Schulen entsprechend zu gestalten. Es geht nicht darum, Kindern möglichst viel unnützes Wissen in die Köpfe zu trichtern, sondern darum, sie in ihrem Menschsein zu begleiten, zu unterstützen und zu fördern.
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Könnte man… Doch meist geht es bei Schulreformen um verbesserte Anpassung an die Bedingungen der Arbeitswelt, nicht ums Menschsein.
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Die Frage ist, ob das sinnvoll ist. In vielerlei Hinsicht. Gerade wenn man sieht, wie schnell sich die Arbeitswelt verändert, könnte ein umfassender Ansatz zielführender Sein.
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Volle Zustimmung! „Wider die technokratische Hochschulreform“
war für mich die Devise, um mich 1965 bildungspolitisch zu engagieren. Ich verteidigte das „Humboldtsche Bildungsideal“, das eine breite freie Menschenbildung fordert und frühzeitige Spezialisierung ablehnt.
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Genau!
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