Rezension: Wilfried F. Schoeller: Franz Marc

Kaum ein anderer Künstler der Moderne ist wohl so populär wie Franz Marc, seine farbigen Tiere hingen in Wohnzimmern, zierten Postkarten und ziehen noch heute Scharen in die Museen.

Kreativzeiten

Vom Suchen und Finden eines Malers

Das Leben hat gegenwärtig für mich keinen anderen Sinn als den, es durch meine Malerei zu übertönen (eigentlich müsste ich sagen, ‚zu übermalen’) und alle leidenschaftlichen Lebensinstinkte zu ersticken.

Diese Zeilen schrieb Franz Marc an seinen Bruder Paul. Sie stammen aus einer Zeit, da Franz Marc ein Suchender war. Er stand zwischen drei Frauen und konnte sich nicht entscheiden. Was er wusste war, nur, dass er Künstler sein will, nicht aber, wie sein Ausdruck, was seine künstlerische Stimme sei. Er liess sich treiben, auf beiden Feldern, schwankte zwischen Farben und Formen und zwischen den Frauen hin und her. Und: Er wurde schwermütig dabei.

Ich bin nervös und schwermütig; je weniger einsiedlerisch mein Leben scheint, desto einsamer ist es. Ich glaube, ich habe noch ein unruhevolles Dasein vor mir.

Nach einer sich als Fehlentscheid herausstellenden Ehe kommt Franz Marc schliesslich mit Maria Franck zusammen. Gemeinsam…

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