Sauer über moralinsaures Gelaber

Ein Bild mit zwei attraktiven Damen, gekleidet in etwas knappe rote Kleidchen, die sich auf einer Kühlerhaube räkeln. Die Analyse des Bildes reicht von sexistisch bis hin zu verfehlter Werbestrategie, entschieden doch Frauen, nicht Männer über den Kauf oder Nichtkauf.

Ach du meine Güte. Schlussendlich kann jede Frau – und hoffentlich jeder Mann  (zumindest in unseren Breitengraden) – entscheiden, was sie (er) kauft. Wenn sie ein Produkt will, soll sie es kaufen, wenn nicht, es lassen. Ob nun zwei (in der Tat sehr) attraktive Frauen auf einer Kühlerhaube liegen oder nicht, ist mir persönlich so lang wie breit, wenn ich ein Auto kaufe. Ich fahre mein Traumauto, weil ich es auf der Strasse sah und es für schön befand.

Die Ladies auf dem Bild finde ich durchaus attraktiv. Wieso sollen sie sich nicht zeigen und gezeigt werden? Dass dies sexistisch sein soll, musste ich persönlich erst von (vornehmlich) Frauen erfahren, die sich darüber ausliessen. Und noch heute frage ich mich, wieso eigentlich? Steckt nicht auch ganz viel Neid dahinter? Ich meine, mich wollte auch keiner auf dem Auto sehen wollen (ich mich selber eh nicht), aber wenn die das doch geniessen (und Model ist nach wie vor Traumberuf), sie dafür gebucht und bezahlt werden – was ist sooo schlimm dran?

Nächstes Thema waren die Religionen, die Frauen unterdrückten. Und trotz dieser Unterdrückung würden Frauen den Religionen folgen. Religionen… ein generell schwieriges Thema. Jeder glaubt etwas; die einen, dass es etwas gibt, die anderen, dass es nichts gibt. Und beide sind überzeugt von ihrer Meinung. Und bereit, für diese Meinung gewisse Dinge zu tun (oder zu unterlassen). So lange sie damit glücklich sind und niemandem weh tun – who cares? Wieso wollen immer Menschen dahin gehen und anderen sagen, was sie denken, fühlen, glauben dürfen? Wieso wollen sich immer Menschen über andere erheben und sich dabei besser fühlen?

Jeder muss für sich herausfinden, was ihm gut tut, womit er leben will und kann. Einen Halt braucht jeder im Leben. Die einen halten sich an Gott, die anderen an ihrem Aussehen, die dritten an der Bierdose. Und immer findet sich einer, der das anklagt. Allen Leuten recht getan – ein Ding der Unmöglichkeit. Bleibt nur, es sich selber recht zu tun. Dann kann einem nämlich egal sein, was andere tun für ihr Glück (sofern sie niemanden damit tangieren), weil man mit sich selber zufrieden ist.

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