Thornton Wilder (*17. April 1897)

Am 17. April 1897 kam Thornton Wilder in Madison (Wisconsin) auf die Welt. Da sein Vater Diplomat war, zog die Familie öfters um, einen Teil seiner Kindheit verbrachte Wilder so in China. In der Schule wurde Thornton Wilder oft gehänselt und suchte Zuflucht in der Bibliothek. Schon als Schüler verfasste er erste Theaterstücke.

Nach einem Bachelor in Arts der Universität Yale besuchte er die American Academy in Rome und machte seinen Master in Französisch. Nach ersten Romanveröffentlichungen (1926 Cabala, 1927 The Bridge of San Luis Rey – Wilders erster Pulitzer-Preis) unterrichtete Thronton Wilder an der Universität von Chicago von 1930 bis 1937, danach verlegte er sich wieder aufs Schreiben und so erschien 1938 sein Stück Our Town, welches ihm den zweiten Pulitzer-Preis einbrachte. 1943 folgte der dritte für The Skin of our Teeth. 1950/51 war Wilder Professor für Poetry in Harvard.

Neben Erzählungen und Theaterstücken schrieb Thronton Wilder vor allem kleinere Werke wie Essays, Einakter und wissenschaftliche Artikel. 1957 wurde er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

Thornton Wilder starb am 7. Dezember 1975 in Hamden (Connecticut).

Thornton Wilders Schreiben
Thornton Wilders Werk befasst sich hauptsächlich mit den existentiellen Problemen der Menschen wie Krieg, ökonomische Krisen, Feuer, Krankheit. Zeit seines Lebens beschäftigt er sich mit den Fragen nach dem Verhältnis des Menschen zu Gott und nach dem Sinn des Lebens.  Die zweite Frage rückt er vor der Uraufführung seines Schauspiels Our Town ins Zentrum, indem er in der New York Times ein Vorwort drucken lässt, in dem er betont, dass es in seinem Stück um das alltägliche Leben alltäglicher Menschen gehe, die bei aller Durchschnittlichkeit mit Leidenschaft den Sinn des Lebens suchten. Wilder erachtet das Drama als einzige Form, die Wirklichkeit adäquat darzustellen, wobei er dieses von allem befreit, was die Unmittelbarkeit der Wirkung beeinträchtigen könnte und damit auf Kulissen und Requisiten weitestgehend verzichtet, um dem Zuschauer echtes Miterleben zu ermöglichen. In Wilders eigenen Worten beschäftigte er sich mit dem

Abgrund, der sich auftut zwischen der allerkleinsten Begebenheit des täglichen Lebens und den ungeheuren Spannen von Raum und Zeit, in denen jeder einzelne Mensch seine Rolle zu spielen hat.

Wilder sieht den Menschen vor die Aufgabe gestellt

in der Trivialität unseres täglichen Daseins jene Würde zu finden, die ihm gerade angesichts jener absurd grossen Zeitspanne genommen zu werden scheint.

Werke
The Cabala (1926, dt. Die Kabala, 1929)
The Bridge of San Luis Rey (1927, dt. Die Brücke von San Luis Rey, 1929)
The Woman of Andros (1930, dt. Die Frau aus Andros, 1931)
Heavend’s my Destination (1935, Dem Himmel bin ich auserkoren, 1951)
Our Town (1938, dt. Unsere kleine Stadt, 1945)
The Skin of Our Teeth (1943, dt. Wir sind noch einmal davongekommen, 1944)
The Matchmaker (1954)
Childhood (1960)
u.a.m.

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