Halt

Halt ist wichtig, Halt gibt (innere Stärke). Ab und an denkt man, man hätte jeglichen Halt im Leben verloren, man fühlt sich aufgeschmissen, haltlos, ziellos, allein. Dann wünscht man sich etwas, woran man sich halten, wonach man sich richten könnte. Man wünscht sich, nicht alleine zu sein im Leben, auf seinem Weg durch selbiges. Und man wünscht sich eine Stimme, die einem sagt, was richtig und was falsch ist.

Oft braucht es auch Durchhaltewillen im Leben. Muss an etwas dran bleiben , auch wenn alles grad steil und unwegsam erscheint. Dann heisst es, nicht die Haftung verlieren. Sei es Bodenhaftung, welche einem hilft, nicht einfach ziel- und haltlos umherzuschwirren, sei es die Haftung in sich selber, um sich nicht zu verlieren.

Und irgendwann merkt man, dass das Leben immer weiter geht und man gut dran tut, mit ihm zu gehen. Langsam, stetig. voran preschen bringt nichts, die nächste Bremse kommt bestimmt. Stehen bleiben bringt auch nichts, irgendwann findet man sonst den Anschluss nicht mehr. Einfach Schritt für Schritt, Zug um Zug, beständig. Das ist wohl der sicherste und einzige Weg, Ziele zu erreichen. Indem man im Vertrauen auf sich und auf das Leben seinen Weg geht.

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  1. Ein Halt bedeutet etwas Verlässliches. Etwas, was bedingungslos bleibt. Das gibt Sicherheit und Vertrauen. Eben einen Halt.

    Wenn Du von Bodenhaftung sprichst, meinst Du wahrscheinlich den Sinn für die Realität, nicht? Das, was man dann so allgemein „Verankert im Leben“ nennt. Das stellt oft eine Einschränkung dar. Wenn ich mein Leben nach den Realitäten ausrichte haben es Träume schwer, zu Zielen zu werden.
    Doch die Realität, die uns umgibt ist wandelbar. Das können wir selbst nur sehr begrenzt planen, aber ich finde, wir verlören viel Spass im Leben, wenn wir nicht ab und zu zu Höhenflügen ansetzen würden (um bei Deinem Bild zu bleiben).
    Alles kann schlecht und chancenlos geredet werden. Wenn Du den notwendigen Halt (in Dir und von anderen) hast weisst Du, dass es sich ein Versuch trotzdem lohnt, weil Du weich fallen wirst.
    Andererseits kann ein Halt auch helfen und Dich zurückhalten, wenn Du es a la Ikarus versuchst …

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  2. Sich stetig weiter zu entwickeln ist sicherlich das Ziel von und allen. Nicht nur das leben formt uns, auch jenes was wir daraus machen. Aus dem eigenen negativen Muster auszubrechen, das ist die Kunst. Dieses zu erkennen und daraus zu lernen.

    Aber nun zum eigentlichen Thema:
    Halt zeigt sich in vielen verschieden Formen und das ist auch recht individuell. Da gibt es die Freunde die für einem da sind. Das Wissen wie sich eine Situation darstellt, zu wissen was man erwarten kann oder auch das eigene Vertrauen, der Glaube an sich selbst dies zu schaffen. Es sind vielerlei Dinge die zusammen die Sicherheit geben die man braucht um seinen Weg weiter zu beschreiten. Das Leben zu überleben. Es zu versuchen und auch ab und mal etwas zu riskieren. Denn vollständige Sicherheit gibt es nicht, so sehr wir uns das auch wünschen…

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  3. Shari: Eigene Muster als „negativ“ zu etikettieren ist eine Sache des Empfindens. Ich bin ein Mensch, der viel auf das individuelle Empfinden gibt und Deinen Kommentar darum sehr interessant findet. Da würde ich gerne mehr erfahren. Wie kann ich ausbrechen? Und wie kann ich eigentlich festmachen, was ich als negativ an mir empfinde?
    Letzteres bedarf vielleicht etwas Erläuterung: Ich finde mich selbst an für sich ganz okay – ich schätze, das geht uns allen so. Aber es gibt „Effekte“, die ich überhaupt nicht gut finde. Nun ist die Versuchung doch gross, an den Symptomen herumzudoktorn anstatt die Ursachen zu bekämpfen.
    Um ein Beispiel zu geben, was ich nun schlicht mit aufgeben gelöst habe: Ich hatte mich gefragt, was denn meine mangelnde Attraktivität ausmacht. Warum mag man mich, aber liebt mich nicht? Da kannst Du nicht einmal die Symptome eindeutig benennen und noch weniger die Ursachen (andere vielleicht schon, aber da schlägt der Takt zu, denn kein Freund würde offen sagen „Du bist hässlich“ oder „Du bist doof“ – auch wenn sie das sicher benennen *könnten*). Du siehst, was ich als Problem sehe? Ich finde es sehr schwer, negative Muster überhaupt nur zu benennen. Und wie soll ich Ursachen bekämpfen, die ich nicht kenne? Wie gehst Du damit um? Kennst Du das Problem?

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  4. Lautenist:
    ich würde Muster eigentlich stets als insofern negativ werten, da sie aus der Vergangenheit gespeist und nicht auf die Gegenwart bezogen sind. Wir reagieren auf eine Weise, die nicht der Situation angepasst sondern eben durch die Vergangenheit provoziert ist. Das ist keine wirklichkeitsgetreue Weise, an die Sache heranzugehen, da man jedes Ereignis mit der Vergangenheit misst. Nun kann man dahin gehen uns sagen, das sei eine Lebenserleichterung, dass man Schubladen und Muster hat, in die man die Welt einteilt. Nur sind es oft gerade diese Etikettierungen, welche zu ungerechten Urteilen führen, weil man statt richtig hinzusehen, was ist, nur auf die Etikette zugreift aufgrund von Ähnlichkeiten.

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