Heute nichts getan

Heute war ein Tag, an dem ich am Abend sagte:

Ich habe heute nichts getan.

Ich habe ein Buch gelesen, den Grosseinkauf erledigt, alles aufgeräumt und wo nötig geputzt. Ich habe meine neuen Artikel geplant, Unterlagen sortiert und abgelegt. Ich habe gekocht und den Hund ausgeführt. Ich habe mich mit Picassos Skizzenbüchern auseinandergesetzt und analoge Skizzen angelegt. Ich habe sonst gezeichnet, weil: Ich will das mehr tun und Übung macht den Meister. Ich habe eine meiner Datenbanken gepflegt, die noch offene Kommunikation erledigt. Und ich habe Klavier geübt…

Ausser einigen Skizzen im Skizzenbuch, die keinen interessieren, habe ich also nichts, was man vorzeigen könnte. Und schon stellt sich das Gefühl ein:

He, das war nichts. Heute einfach nichts gemacht.

Und das ungute Gefühl schleicht sich ein. Die Unzufriedenheit kommt gleich mit. Nur: Was würden wir tun, wenn wir all die kleinen Dinge, die notwendige Planung und Versorgung, nicht machen würden? Wir irrten wahl- und ziellos umher. Wohin sollte es führen?

Eigentlich habe ich heute viel gemacht. Und mir ist viel klar geworden. Das hilft beim zukünftigen Machen, indem es steuert, was ich tue, damit es auch ist, was ich wirklich will. Alles gut? Ist es – sobald ich mich selber überzeugt habe. Das dauert ab und an ein wenig.

Geht es anderen auch so?