Menschen, die nicht müde werden, andere von ihrem Glück überzeugen zu wollen, versuchen meist, sich selber zu überzeugen.
@Sandra Matteotti
Denkzeiten – Vom Lesen und Leben
Dr. Sandra von Siebenthal
Menschen, die nicht müde werden, andere von ihrem Glück überzeugen zu wollen, versuchen meist, sich selber zu überzeugen.
@Sandra Matteotti
Hüte dich vor Menschen, die all das, was nicht gut ankommt, als Ironie deklarieren.
@Sandra Matteotti
Manchmal möchte ich böse sein. Und gewissen Menschen, die mich verletzt haben, ihr eigenes Elend um die Ohren hauen.
Und ich lösche es.
Es wäre ihr Stil.
Es sagen alle nur, dass man lachen würde, wäre es nicht zum weinen. Keiner sagt je, man würde weinen, wäre es nicht zum lachen….
@Sandra Matteotti
Nicht wobei man lügt oder betrügt zählt, sondern dass man es tut. Das Wobei ist individuell gewichtet, die Lüge selber Charakterfrage.
@Sandra Matteotti
Wir finden immer noch politisch korrektere Begriffe für Minderheiten, vergessen dabei, dass das, was wirklich zählt, die Haltung ist, die wir gegenüber Menschen generell einnehmen.
@Sandra Matteotti
Früher gab es das nicht. Black Friday. Und ja, er ist rabenschwarz. Ich kriege fast minütlich Nachrichten, was ich alles günstiger haben könnte. Eigentlich brauche ich nichts, ich habe alles, aber: Der Fernseher wäre grad zum halben Preis zu haben. Nie käme ich so günstig an einen neuen Fernseher. Klar, ich schaue nie fern, zumindest nie an einem Fernseher, aber: Das kümmert grad nicht, oder?
Stereoanlagen wären grad unglaublich günstig. Ich höre mehrheitlich klassische Musik, sehr gerne Opernsängerinnen. Ohne die entsprechende Wiedergabequalität könnte ich auch selber singen. Und nein, ich kann nicht singen. Ich treffe die Töne, aber die Stimme reicht nicht. Ich müsste das haben. Auch wenn ich das nie gedacht hätte, aber wo sie es so anbieten???
Notebooks kriegte man aktuell zum halben Preis. Nur Windows, aber ich bin ja kein Banause. Und: Ich habe grad erlebt, wie es ist, wenn das eigene Notebook aussteigt… wäre doch praktisch, eines für den Notfall zu haben??
Alle meine Künstlerseiten präsentieren mir Prozente auf Farben, Malgründe und alles drum rum. Ich habe zwar von allem genug, aber irgendwann brauch ich das wieder und dann wäre es teurer….
Und so sitze ich hier und kämpfe. Gegen Verlockungen. Ich brauche nichts von alledem, aber ich denke, es wäre nie mehr so günstig wie jetzt. Nur wenn ich es jetzt nicht kaufen würde, kaufte ich es wohl kaum je. Und wenn, dann würde ich es dann wirklich brauchen. Und da ich all das, das ich eigentlich nicht brauchte, nicht kaufte, wäre das, was ich dann wirklich brauche, immer noch günstiger, als wenn ich wegen des schwarzen Freitags eine neue Stereoanlage, einen neuen Computer, Farben, Malgründe und alles mehr gekauft hätte….
Er: „Was machst du denn so Anstrengendes, dass du schon zum dritten Mal laut stöhnst?“
Sie: „Du weisst doch, dass ich mir ein neues Hobby zulegen wollte, weil ich finde, dass jeder Mensch etwas haben sollte, mit dem er sich vom Alltag erholen kann, mit dem er ein bisschen mehr zu sich selber findet und ausgeglichener ist.“
Er: „Also ich habe nichts solches.“
Sie: „Das merkt man gut, darum bist du so unausgeglichen.“
Er: „Wenn du das sagst – aber was machst du denn nun zur Selbstfindung?“
Sie: „Ich klöpple, muss aber feststellen, dass es extrem langwierig ist, mit diesem Geklöppel eine einigermassen grosse Decke zu bekommen – das ist fast wie wenn ein dünnes Rinnsal durch ein Flussbett strömt und das Meer füllen sollte.“
Er: „Und du willst nun mit Klöppeln das Meer füllen?“
Sie: „Du verstehst mal wieder gar nichts.“
Er: „Du hast vom Meer gesprochen, aber was auch immer du füllen willst, Selbstfindung braucht halt Zeit.“
Er hatte kaum war das letzte Wort ausgesprochen, da wurde er auch schon von einem Klöppelhagel getroffen.
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Für die abc.etüden, Woche 48.17: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für Textwoche 46.17 kommt von Frau Myriade vom Blog la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée, die Wörter lauten: Flussbett, langwierig, klöppeln.
Der Ursprungspost: HIER
Wenn wir immer anklagen, was lustig gemeint ist, müssen wir uns nicht wundern, wenn wir nichts mehr zu lachen haben.
@Sandra Matteotti
Just dann merkt man, wie toll Spatzen sind, wenn der in der Hand nach langem vergeblichem Greifen nach der Taube auf dem Dach davongeflogen ist.
@Sandra Matteotti
Es ist einfacher, andere auf ihre Fehler hinzuweisen, als für die eigenen einzustehen.
@Sandra Matteotti
Wie gern würd ich
mal laut aufschrei’n,
das ganze Leid,
das mich grad drückt,
der Welt mitteil’n.
Wie gern würd’ ich
nur sagen mal,
was Sache ist,
wo Not am Mann,
was wichtig ist.
Wie gern würd’ ich
aufzeigen auch
wo Mangel herrscht
und grosses Leid.
Doch leider nur,
sieht keiner hin,
denn alle sehn,
nur das was sie
grad selber
drückt.
©Sandra Matteotti
Manche fragen dich, wie es dir geht, um dir dann von ihrem Befinden zu erzählen.
@Sandra Matteotti
Man kann noch so sehr wollen, dass es anderen gut geht. Wenn sie es nicht selber wollen, führt es zu nichts.
@Sandra Matteotti
Er: „Liebste, wie wäre es mit Frühstück im Bett, ich möchte dich verwöhnen, dir was Gutes tun, dir damit zeigen, wie toll du bist.“
Sie: „Wieso das denn? Weißt du nicht, wie unbequem das ist? Da helfen auch keine stützenden Kissen. Und wer kehrt am Schluss die Krümel weg?“
Er: „Du bist ja heute mies drauf, so ne richtige Pissnelke.“
Sie: „Ha – so sieht es also aus, wenn du mich verwöhnen willst – Pissnelke? Ist das das prämierte Kosewort 2017?“
Er: Du verdrehst mal wieder alles. Ich wollte doch nur….
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Für die abc.etüden, Woche 47.17: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für Textwoche 46.17 kommt von Bettina von Wortgerinnsel, die Wörter lauten: Pissnelke, krümelig, verdrehen.
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