Was ich für mein Leben möchte?

Gewahrsein. 

Was das ist? Es soll davon handeln, was in mir und um mich ist Wie will ich sein, wie will ich leben? Lebe ich so? Und das möchte ich mich fragen. Jeden Tag neu. Und entsprechend handeln. Für mich. Nicht nach äusseren Regeln, nicht nach Maximen oder Grundsätzen. Ich bin mein eigenes Licht, das mir den Weg leuchtet, ich bin mein Massstab. Aber ja, ich möchte keinem weh tun, ich möchte zu einem guten Miteinander beitragen. Und genau das denke ich zu tun, wenn ich genau so lebe: Wie bin ich das beste Ich, das ich sein kann?

Das heisst nicht, dass ich nie mehr Fehler mache, im Gegenteil, ich werde wohl noch viele machen. Aber: Ich lerne, damit umzugehen und damit auch besser, gelassener, wohl auch angemessener auf einen zu reagieren.

Das heisst nicht, immer zu wissen, was zu tun ist. Aber: Ich kenne meine Stärken und meine Schwächen – und lasse bei den Schwächen auch Hilfe zu.

Das heisst nicht, alles zu können und von allen gemocht zu werden. Aber: Ich lerne, damit umzugehen, wenn es mal nicht so ist. Im Glauben daran, dass ich so sein darf, wie ich bin.

Nur, wenn ich mir dieses Ich-Sein gestatte, wenn ich lerne, damit umzugehen, dass es auch Fehler, Schwächen hat und Ablehnung hervorruft (und rufen darf), schaffe ich es, wirklich authentisch zu sein. So ich. Und wie anders sollte das beste Ich sein, das ich sein könnte? Alles andere wäre jemand anders. Und davon hat es genug. Andere.