Wie oft gehen wir mit einer Erwartungshaltung an eine Situation heran und lassen dann nicht zu, dass sie uns eines Besseren belehrt?
©Sandra Matteotti
Denkzeiten – Philosophie eines kreativen Lebens
Dr. Sandra von Siebenthal
Wie oft gehen wir mit einer Erwartungshaltung an eine Situation heran und lassen dann nicht zu, dass sie uns eines Besseren belehrt?
©Sandra Matteotti
Läuft ein Lied im Radio.
Sie: „Das ist so schön, da ist schon lange mein Lieblingslied.“
Er: „Wer ist das?“
Sie: „Was kümmert mich, wer das ist? Das Lied ist schön!“
Läuft ein Lied im Radio.
Sie: „Ach, mein Lieblingslied. Schon immer. Und immer, wenn ich es höre, geht für mich die Sonne auf.“
Er: „Weißt du nun, von wem es ist?“
Sie: „Du immer mit deinen Fragen.“
Er zieht los, geht in die Stadt. Geht in den angesagtesten Plattenladen und singt dem Verkäufer vor, was er noch im Kopf hat. Dann lässt er die Sache einpacken und bringt ihr den Sonnenschein nach Hause.
Das muss wohl Liebe sein.
Mal eine Geschichte aus dem Leben. Und: Das Paar ist übrigens über 50 Jahre zusammen heute – und das war das Lied:
Auf Facebook gibt es immer wieder diese Aufrufe: Teile dieses Bild, um deine Solidarität mit den Hungernden in Afrika zu demonstrieren. Setze dein Bild auf schwarz, um dich für Frauen, die Gewalt erlebt haben, eingesetzt haben. Teile diesen Beitrag, wenn du dich für die einsetzen willst, die Krebs haben.
Und wenn nicht? Bin ich ignorant und schuld an Hungersnöten, Gewalt und Krebs? Und ja, es steht nicht nur so da, es kommt gleich noch hinterher – so von oben herab quasi: Ich weiss, dass viele es nicht tun. Und nein, man will nicht ignorieren, man will ja ein guter Mensch sein, man kann nicht einfach wegschauen.
Nur: Wenn ich das teile: Sind dann alle Erkrankten wieder gesund? Haben alle Hungernden Essen? Hört die Gewalt auf? Hat bisher nicht funktioniert und geteilt wurde fleissig. Ich denke auch, dass man was tun muss, wenn man was ändern will, aber mit solchen Methoden? Mach, was ich fordere, sonst soll dich dein Gewissen plagen? Ein Teilen sind zwei Klicks… Damit lässt sich ein Gewissen beruhigen?
Vielleicht liegt genau da das Problem….
Ein wunderbares Buch
Ich war nie der Witze-Erzähler. Ich kann mir Witze schlicht nie merken. Da gibt es nur den einen, den ich aber auch nicht erzählen kann, da ich schon während des Erzählens in Lachen ausbreche. ich finde ihn schlicht lustig. Ich bin damit die einzige, wie mir scheint. Wem ich ihn auch erzähle… kaum Reaktion… Ihr müsst da durch.
Mama wollte in die Stadt, eine Bank für den Garten kaufen. Sie geht zu Sohn Ernst und fragt: „Ernst, kommst du mit, ich muss in die Stadt, eine Bank kaufen.“
Ernst meint, er könne nicht, er sei beschäftigt. Also fragt sie Fritz: „Fritz, kommst du mit in die Stadt, ich muss eine Bank kaufen.“
Fritz will mit. Mama findet, er brauche ne Mütze, da es kalt sei, doch er hat keine. „Dann nimm Ernsts Mütze.“
Die beiden gehen in die Stadt. Da angekommen sieht die Mutter eine Bank und denkt, wo Bank drauf steht, kann man auch eine kaufen.Sie gehen rein, die Mutter sagt am Schalter: „Grüezi, ich würde gerne eine Bank kaufen.“ Der Schalterbeamte schaut sie gross an und fragt: „Ist das ihr Ernst?“
Sie: „Nein, das ist Fritz, er trägt nur die Mütze von Ernst.“
Was mich interessieren würde: Habt ihr Lieblingswitze? Welcher ist euer Lieblingswitz? Her damit!
Wenn du dir sicher bist, dich für die richtige Sache einzusetzen, hör nicht auf damit, nur weil du Gegenwind erhältst.
©Sandra Matteotti
Sie: „Sag mal, hast du mein Krüglein gesehen, das ich von Oma Huberta geerbt habe, die zwar noch lebt, aber immer dachte, sie stürbe bald und dann alles geregelt haben wollte, so dass sie mir schon beizeiten dieses schlüsselblumengelbe Prachtstück vermachte mit der Bitte, immer gut darauf zu achten, da es ein ganz besonderes Krüglein sei, das einst sogar Graupeln getrotzt habe, die auf es niederprasselten, ohne nur eine Delle, einen Sprung, einen Kratzer gar davonzutragen, weswegen sie dachte, dass es für mich exakt das Richtige sei – was ich etwas befremdlich finde, da es fast so klingt, als ob bei mir alles kaputt ginge und ich drum nur extra robuste Dinge haben sollte, damit auch ja nichts in Scherben ginge -, zumal ich ja immer ihre Lieblingsenkelin gewesen sei, was aber auch nicht so schwer war, war ich doch die einzige überhaupt und nicht nur das, denn sie hatte auch keine Enkel, da es in dieser ganzen verdammten Familie überhaupt keine Kinder meines Alters gegeben hat und ich immer nur alleine zu all diese ach so öden und wirklich tödlichen Familienessen musste, wo es dann von allen schon fast scheintoten Tanten hiess, dass ich ja ach so gross und ach so hübsch sei, knapp gefolgt von der Frage, wie ich nochmals geheissen habe, was aber dann auch als wunderbarer Name befunden und von einem Kniff in die Wange begleitet wurde.“
Er: „Was genau ist nun die Frage?“
Sie: „Du hörst mir auch echt nie zu.“
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Für die abc.etüden, Woche 04.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 05.18 kommt von Elke H. Speidel (Blog: HIER)
Sie lautet: Krüglein, schlüsselblumengelb, graupeln.
Der Ursprungspost: HIER
Wenn sich Witz und Bierernst mischen, ist der Cocktail selten bekömmlich…
©Sandra Matteotti
Er: „Ich bin auf ein Video gestossen, das musst du dir unbedingt anschauen. Ein sehr spannender und tiefgründiger Typ! Ich schicke dir eine Kurzversion und die vollständige.“
Sie: Ich schaue mir gerne die volle Version an. Ich weiss, wie wichtig dir das ist.“
Er: „Aber nicht dass du einschläfst. Vielleicht schaust du es besser vor dem Schlafen, dann liegst du schon.“
[Sie schaut]
Sie: „Wirklich sehr spannend. Seine Lebensphilosophie hat mich beeindruckt.“
Er: „Ich wusste, der gefällt dir, optisch genau dein Typ.“
Wieso rennt man oft den Menschen hinterher, bei denen man eigentlich weiss, dass man nicht findet, was man sucht?
©Sandra Matteotti
Ich habe mir Gedanken gemacht
Meist verletzen dich die Menschen am schlimmsten, die dir am nächsten sind…
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„Liebst du mich?“
„Nein, aber ich möchte es gerne!“
Ist ohne Liebe alles nichts?
Wenn dir jemand heute deine Fehler von vor vielen Jahren vorwirft, frag ihn, was er seit da besser macht.
©Sandra Matteotti
Lass dir nie von Leuten sagen, was du sollst, die nicht wissen wollen, was du willst.
©Sandra Matteotti