Wortlos

Ich möchte so viel sagen,
doch mir fehlen die Worte.
Ich sitze hier und ringe nach ihnen,
aber sie bleiben aus.

Ich weiss nicht,
was ich in die Worte packte,
hätte ich sie denn,
doch ich spüre,
dass da etwas ist,
das raus will,
das raus muss.

Ich drohe zu ersticken
ob all der ungesagten Worte,
ob all der verdeckten Inhalte,
die sich in mir ballen
zu Klumpen im Bauch,
zu Klössen im Hals.

Ich drohe zu ertrinken
in der Flut sich überschlagender Wogen
aus all dem Unterdrückten.
Sie schlagen mir auf den Magen,
sie überschwemmen mein Gemüt.

Ich drohe zu verbrennen,
in einem Feuer, das mich verschlingt.
Noch brodelt es in mir,
geht in Schüben durch mich.
Es wird ausbrechen,
es muss – irgendwann.

Noch sitze ich hier.
Ich habe keine Worte
und finde nichts,
das ich in sie kleiden könnte.

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