Ich wurde kürzlich gefragt, wieso ich mich enerviere, wenn ich von Farid Bang lese. Ich wurde gefragt, wieso ich mich so einsetze, schreibe, mich aufrege, zum Hinschauen anrege. Es hat Gründe:

Ich habe viele Jahre damit zugebracht, Unrecht philosophisch und historisch zu erforschen. Und ich bin auf viel gestossen, von dem ich sagen möchte: Das darf nicht sein, das soll nicht sein, das dürfte nie mehr möglich sein. Wenn ich nun sehe, dass Texte, die genau solches Unrecht verherrlichen, ausgezeichnet werden, dann stellen sich mir die Nackenhaare auf. Dann kann ich nicht schweigen. Dann muss ich was sagen. Und das werde ich tun. Auf allen mir möglichen Wegen. Ich werde nicht schweigen, wenn Rechte mit Füssen getreten werden. Ich werde nicht schweigen, wenn Gewalt verherrlicht wird. Das muss man nicht verstehen. Das ist mein Weg. Und den gehe ich.

Wer schweigt, macht mit. Er denkt zwar, er sei aussen vor, aber dem ist nicht so. All die Schweiger sind die Masse, die trägt. Ich sage nicht, dass jeder in die Opposition gehen muss. Ich sage auch nicht, dass damals alle das hätten tun müssen. Die eigene Sicherheit ist immer wichtig. Denn: Wenn man nicht mehr ist, kann man nicht mehr hinstehen. Und es braucht Menschen, die hinstehen. Einige können es offensiver, andere verdeckt. Aber ignorieren und nur schweigen? Das geht nicht.

Wie seht ihr das? Und ach ja… Auslöser war dieses nette Video von Farid Bang:

„Frauen sind auch Lebewesen. Frauen sind auch Menschen. Und: Sie essen und trinken auch… genau… Wir müssen akzeptieren, dass wir mit denen zusammenleben…“

Sagt alles, oder? Mehr zu ihm und zu dieser ach so ehrvollen Echoverleihung HIER und HIER

Er hätte Talent. Schade, lenkt er es nicht in eine gute Richtung. Das finde ich wirklich schade. Aber das… ne, da schweige ich nicht. Witzig dazu: