Ich stiess über Miasraum (LINK) auf diesen Fragebogen, den sie auch über sieben Ecken fand. Spannende Fragen, denen ich mich gerne stellen möchte. Und während ich das hier schreibe, weiss ich noch nicht, wo es enden wird. Ich leg einfach mal los.

Zorn

  1. Würdest du je einen anderen Menschen schlagen?

In der Theorie nicht, da ich absolut nicht aggressiv bin, aber: Ich habe es schon getan. Als mir jemand gegen meinen Willen zu nah kamen. Ich bin nicht stolz drauf.

  1. Was ist dein persönliches Lieblingsärgernis?

Menschen, die sich über dich stellen, die sich für etwas Besseres halten und dir die Welt erklären wollen.

  1. Würdest du gegen jemanden einen Groll hegen? Oder kannst du es einfach loslassen?
    Groll hilft nie und schadet nur – aber nie dem anderen, nur mir selber. Trotzdem bin ich nicht gefeit.

Trägheit

  1. Kannst du etwas nennen, das du jeden Tag tun solltest, aber was du trotzdem nicht tust?
    Ich bin relativ pflichtbewusst. Ab und an denke ich: Zu sehr… also: Nein.
  1. Wann hast du zum letzten Mal eine faule Ausrede gemacht?
    Ich habe keine Ahnung, ich versuche, solche zu vermeiden.
  1. Wie lange hast du heute Morgen die Schlummertaste gedrückt?
    Mache ich nie, ich stehe beim ersten Ton auf.

Völlerei

  1. Isst du Fleisch?
    Ich starte grad den nächsten Versuch, es (wieder – ich war viele Jahre Vegetarier) zu lassen.
  1. Wie viel Alkohol hast du zu einem gegebenen Zeitpunkt getrunken?
    Was ist ein gegebener Anlass? Ich habe so oder so kein festes Mass. Ich höre auf, wenn es sich nicht mehr gut anfühlt. Und das tut es für mich, wenn nicht mehr klar denken kann.
  1. Was isst du am liebsten: Süßigkeiten, fetthaltige oder salzige Lebensmittel?
    Salzig. Süss mag ich kaum, fettig auch eher wenig.

Geiz

  1. Wie viele Kreditkarten hast du?
    Eine.
  1. Was würdest du mit einer Million Euro tun?
    So weiterleben wie bisher – einfach mit einem sichereren Ruhekissen.
  1. Würdest du lieber reich oder berühmt sein?
    Am liebsten wäre ich schlicht zufrieden und glücklich. Was dabei hilft, nehme ich – wobei ich nicht denke, dass es eines von den Beiden wäre….

Stolz

  1. Ärgerst du dich, wenn du den ersten Platz nicht erlangst?
    Wenn ich an Wettbewerben teilnehme, will ich auch gewinnen. Alles andere ist irgendwie sinnfrei.
  1. Würdest du mogeln, um eine bessere Note zu bekommen?
    Nein
  1. Worauf bist du wirklich stolz?
    Dass ich immer wieder aufstehe.

Wollust

  1. Wie viele Menschen haben dich nackt gesehen (außer Familie, Ärzte, usw.)?
    Es war mir nie bewusst, dass ich die zählen müsste…
  1. Was ist dein Lieblingskörperteil an anderen Menschen?
    Oberarme…
  1. Hat je eine Prostituierte dich angemacht?

Neid

  1. Welches Objekt hat ein Freund von dir, das du auch für dich selbst haben willst?
    keins
  1. Wer würdest du am liebsten sein, wenn du jemand anders sein könntest?
    Niemand, den ich kenne
  1. Welches physische Attribut würdest du an dir selbst ändern?
    Keine Ahnung – darüber möchte ich auch nicht nachdenken.

 

Die zweite Woche für mich bei der Montagsfrage vom Buchfresserchen: HIER – und gleich eine, die eigentlich so gar nichts mit mir zu tun hat.

Die Frage für diesen Montag lautet:

Welche Erfahrungen habt ihr mit Gay Romance gemacht? Was reizt euch daran, was stößt euch ab? Habt ihr Lesetipps?

Ich habe eigentlich gar keine wirkliche Erfahrung damit, da ich mich mit dem Thema schlicht kaum auseinandersetze. Mich interessiert die sexuelle Ausrichtung von Menschen überhaupt nicht, das einzige, was mich interessiert ist, dass alle ihre frei leben können und deswegen nicht irgendwie benachteiligt sind.

Da mich das Thema Homosexualität nicht selber betrifft, habe ich auch keine Bücher gezielt dazu gesucht – und in der Literatur, die ich gelesen habe, kam kaum ein Buch vor, das speziell das Thema behandelte (oder ich hätte es vergessen).

Ausnahme ist Thomas Manns Tod in Venedig: Der berühmte Schriftsteller Gustav von Aschenbach fährt zur Erholung nach Venedig, wo er einen Knaben sieht, in den er sich verliebt. Zwar hält er die Distanz, tut aber doch alles, um jugendlicher auszusehen und vielleicht doch Eindruck zu machen, wodurch er schlussendlich jegliche Selbstachtung verliert. – Also nicht eine Romanze im wirklichen Sinne und schon gar kein der Homosexualität gegenüber aufgeschlossenes Buch, was wohl mit Thomas Manns eigener unterdrückter Neigung zusammenhängt.

Ein wirklich wunderbares Buch zum Thema Homosexualität habe ich aber gelesen: Bethan Roberts Der Liebhaber meines Mannes: Bethan Roberts gelingt es, in einer sehr feinfühligen Art die Geschichte dieser drei Menschen nachzuzeichnen. Sie präsentiert die Geschichte in den Worten von Marion, welche 1999 zurückblickt, und durch Patricks Tagebuch aus der Zeit der 50er Jahre. Tom ist sprachlos, er findet weder eigene Worte für das, was geschah noch findet er sie für die Gegenwart. Er ist nur die Figur, um welche Marion und Patrick drehen, quasi die Sonne in deren Universum. Strahlend ist dabei nur seine optische Schönheit, sein Wesen bleibt merkwürdig blass, er scheint nur als Projektionsfläche für zwei Menschen zu dienen, welche ihren Platz in der Gesellschaft suchen und Tom dazu brauchen. Ein feinfühliger Roman mit viel Tiefe, Sensibilität, der ohne Kitsch und Schnörkel die Komplexität menschlicher Beziehungen beschreibt. Berührend, zum Nachdenken animierend, einnehmend.

Meine Rezension dazu: HIER

Sonst fällt mir auf die Schnelle kein Buch zu dem Thema ein. Wie sieht das bei euch aus?