20. Mai

„Man muss viel gelernt haben, um über das, was man nicht weiss, fragen zu können.“ (Jean-Jacques Rousseau)

Sokrates ist bekannt für seinen Ausspruch, dass er wisse, dass er nichts weiss. Dieser Spruch könnte wie Koketterie anmuten, wenn man bedenkt, dass er als weisester Mensch galt damals. Und gerade der Mensch hat eine Dialogform gepflegt, die mehrheitlich aus Fragen bestand. Im Gespräch ging er auf den anderen ein und hinterfragte immer wieder festgefahrene Annahmen.

„Ist das wirklich so?“

Wie oft versteigen wir uns in unsere eigenen Meinungen, setzen sie als sakrosankt und lassen nicht mehr dran rütteln? Wie oft geraten wir deswegen sogar in Streitdiskussionen und fühlen uns schlussendlich schlecht, weil die Diskussion lief, wie sie lief, oder weil wir merken mussten, dass so manches Festgefahrene doch nicht der Wahrheit letzter Schluss war?

Alles zu wissen (oder es zu glauben) ist kein Zeichen wirklicher Weisheit. Die Offenheit, Dinge in Frage zu stellen, mitunter auch sich selber, zeugt von einer Grösse gepaart mit Demut. Die erreicht man nur, wenn man aus den Erfahrungen lernt – allem voran: Es gibt die eine Wahrheit nicht, die Wirklichkeit lässt sich von verschiedenen Seiten betrachten, und erst durch Fragen lernt man andere, einem nicht sichtbare, kennen.

19. Mai

„Es wiederholt sich alles Bedeutende im großen Weltgange, der Achtsame bemerkt es überall.“ Johann Wolfgang von Goethe

Hast du auch schon einmal gedacht: „Ach nein, nicht schon wieder?“ Dir ist etwas passiert, was du eigentlich vermeiden, oder du hast dich auf eine Weise verhalten, wie du es nie mehr tun wolltest. Und doch liefst du wieder in die gleiche Situation hinein.

Menschen haben oft Punkte, die bei ihnen eine automatische Reaktion auslösen. Sobald der Punkt getroffen ist, läuft das Programm ab. Und oft blickt man dann im Nachhinein zurück und denkt, dass das nicht nötig gewesen wäre, dass man vieles hätte vermeiden können, hätte man nur genauer hingesehen.

Der erste Schritt zur Besserung ist sicher, die eigenen, solches auslösenden Punkte (auch Triggerpunkte) zu kennen. Wenn man sich bewusst ist, worauf man unbedacht reagiert, kann man in Zukunft besser darauf achten. Und wenn dann ein Punkt getroffen wird, gelingt es vielleicht auch (und: die Übung macht den Meister), bewusster und angemessener darauf zu reagieren.

Das mag nun zwar für den Weltenlauf nichts Bedeutendes sein, kann aber im eigenen Leben viel Bedeutung haben, weil sich dieses dadurch entspannter gestaltet.

18. Mai

„Der gegenwärtige Moment ist voller Freude und Glück.“ (Thich Nhat Hanh)

Achtsam durchs Leben gehen, bedeutet, jedem Augenblick die volle Aufmerksamkeit zu geben. Meist sind wir ja in Gedanken ganz wo anders, denken über Vergangenes nach oder planen die Zukunft. Was, wenn wir ab und an einfach mal alles loslassen und hinschauen, was genau jetzt ist?

Was sehe ich?
Was rieche ich?
Was höre ich?
Was spüre ich?

Die Blume am Strassenrand hätten wir vielleicht fast übersehen, den Geruch der Orangenblüten am Baum nicht wahrgenommen und den Gesang des Vogels auf dem Ast nicht gehört. Wie viel Freude kann aus solchen Alltäglichkeiten wachsen?

17. Mai

„Wir verleben unsere schönen Tage, ohne sie zu bemerken: erst wenn die schlimmen kommen, wünschen wir jene zurück.“ (Arthur Schopenhauer)

Nach einem schönen Tag kommt es oft vor, dass ich abends beim Nachtessen sitze und an den Tag zurück denke. Ich denke an all die schönen Momente, an die Freuden, die er mir brachte. Und dann kommt ein Gefühl der Dankbarkeit auf und nicht selten spreche ich es dann auch aus:

„Heute war ein schöner Tag!“

Damit ist das Schöne nochmals ganz präsent und das nach so einem Tag sowieso schon gute Gefühl verstärkt sich noch. Und auch wenn nicht alle Tage so schön sind, kann es helfen, die schönen bewusst wahrzunehmen. Die Dankbarkeit für das Gute hilft oft in schwereren Zeiten, die nötige Kraft, sie gut zu meistern, und auch Hoffnung auf wieder bessere Zeiten aufrecht zu erhalten.

16. Mai

„Achtsamkeit schenkt uns Überblick, Ausgeglichenheit und Freiheit.“ (Jack Kornfield)

Ist es dir auch schon einmal passiert, dass du dich über etwas aufgeregt hast und dann plötzlich alles schief lief? Du stolpertest über die eigenen Beine, liesst ein Glas fallen, stiessest mit jemandem zusammen, hast den Bus verpasst… frei nach dem alten Gesetz: „Ein Unglück kommt selten allein.“

Nur: Sind das alles Unglücke? Sind es nicht eher Unachtsamkeiten? Waren wir nicht in Gedanken so sehr mit unserem Ärger beschäftigt, dass wir nicht mehr wahrnahmen, was um uns passiert, dass wir die Dinge nur noch achtlos erledigten?

Auch wenn dich mal Dinge beschäftigen: Lass sie da, wo sie hingehören. Wenn du jetzt etwas ändern kannst, ändere es und mach dann weiter. Wenn du jetzt nichts tun kannst, richte deine Achtsamkeit wieder auf das, was aktuell präsent ist. Dann bewahrst du den Überblick über das, was ist, stolperst nicht von einem vermeintlichen Unglück zum nächsten, so dass du dich immer noch mehr ärgerst, sondern kannst dir zum Überblick auch noch die Ausgeglichenheit wieder zurückerobern oder aber gar bewahren.

Und: Indem du das zur Seite schiebst, was im Moment nicht an der Reihe ist, bist du frei für all die Dinge, auf die du hier und jetzt einen Einfluss hast.

15. Mai

„Warum uns das Plötzliche oft überrascht? …Weil uns das Allmähliche entging.“ Otto Weiß

Wer hat nicht schon einen guten Freund, dessen Beziehung gerade in Brüche ging, klagen hören, dass er es nicht hätte kommen sehen? Und wer fiel dabei nicht auch schon selber aus allen Wolken und dachte, dass das wirklich nicht abzusehen war? All die kleinen Blicke, die spitzigen Bemerkungen, die leisen Unzufriedenheiten gingen unter. Und aus dem Nichts quasi kommt der Bruch.

Wenn du mit deinem Partner sprichst, hörst du ihm wirklich zu? Wenn ihr das gemeinsame Leben plant, habt ihr wirklich beide eine Stimme? Bist du zufrieden mit deinem Leben? Ist es dein Partner? Was weisst du eigentlich über euch beide? Wann hast du das letzte Mal genau in dich gehört? Und ihm zu?

Veränderungen kommen oft schleichend und werden uns so oft nicht bewusst. Das geschieht einerseits aus unserem Eingespanntsein in die Hektik des Alltags, aber auch, weil wir gar nicht genau hinschauen wollen: Es könnte uns nicht gefallen, was wir sehen, so dass wir lieber in der Illusion verharren, dass alles gut ist. Bis sie sich nicht mehr aufrecht erhalten lässt.

Nur: Früh genug hingeschaut, hätte man noch vielleicht einiges noch in der Hand gehabt, irgendwann ist es zu spät.

14. Mai

„Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will.“ Henri Matisse

Wenn es uns nicht gut geht, neigen wir oft dazu, die Dinge nur schwarz zu sehen. Plötzlich erscheint alles in düsterem Licht, die Welt um uns wird dunkel. Nur: Die Welt hat sich nicht verändert, sie ist noch immer so, wie sie vorher war. Sahen wir sie in lichten Stunden hell oder in dunklen düster: Es ist nicht die Welt, die sich änderte, es ist unser Blick auf sie.

Wenn also wieder mal alles düster erscheint, kann es helfen, sich daran zu erinnern, was alles da war, als sie noch hell war. Und sich dann bewusst zu werden, dass das alles noch da ist, wir es nur sehen müssen. Und oft kann es helfen, einfach mal mit offenen Augen durch die Strassen zu gehen und die Blumen am Wegesrand zu bewundern. Und schon sieht die Welt ein wenig bunter aus.

13. Mai

„Ein Mensch ohne Aufmerksamkeit ist gar nicht geschickt, in der Welt zu leben.“ Philip Stanhope, 4. Earl of Chesterfield

Wer ist nicht schon über eine Schwelle gestolpert oder hat etwas fallen gelassen? Wir nennen sie die kleinen Missgeschicke des Alltags, tun sie mit einem Lachen ab und leben weiter wie bisher – es sei denn, es passiert ein schwerer Unfall aus so einem Missgeschick heraus.

Worauf aber gründen diese Missgeschicke? Sie sind die Folgen unserer Unachtsamkeit: Wir laufen durch die Welt und beachten sie nicht, weil wir im Geist ganz woanders sind. Wir sehen weder die Schwellen unter unseren Füssen noch die Pfosten vor unseren Köpfen. Wer schon Menschen mit ihren Handies durch die Strassen laufen sah, wird sich darüber nicht wundern.

Wieso aber denken wir, geistig immer wo anders sein zu müssen als wir sind? Wenn wir einen Ausflug machen, teilen wir das auf Facebook Freunden mit, sind also eigentlich im Geiste bei denen. Wieder zu Hause denken wir an den Ausflug zurück, trauern ihm nach, weil er schon vorbei ist. Und so leben wir eigentlich nie wirklich im Hier und Jetzt, sondern befinden uns ständig an verschiedenen Orten körperlich und geistig.

Wie wäre es, das genau heute mal zu ändern?

12. Mai

„Wie viele Freuden werden zertreten, weil die Menschen meist nur in die Höhe gucken und, was zu ihren Füßen liegt, nicht achten.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

„Dream big“ – Egal ob Werbung, Lebensratgeber oder Lebenscoachs, alle rufen zum gleichen auf: Denke gross, wünsche viel, strebe nach mehr und Höherem. Und ja, wir sind dafür empfänglich, wollen wir doch selber das ganz grosse Glück. Was wir dabei oft übersehen, sind die kleinen Freuden. Sie, die eigentlich das Leben ausmachen und die diesem so viel Schönheit geben können.

Es spricht nichts gegen hohe Ziele, sie können beflügeln. Wenn wir aber nur nach dem Hohen und Grossen streben, bleibt uns vieles verwehrt. All die kleinen Alltagsfreuden werden untergehen in deren Schatten. Und sind es nicht oft die kleinen Dinge, welche die grössten Freuden mit sich bringen?

Menschen, gefragt, wie sie ihren letzten Tag verbringen wollten, wüssten sie, dass der Tod wartet, wünschen sich oft einen ganz normalen Tag inmitten ihrer Freunde. Nichts Grosses, nichts Spektakuläres, einfach leben. Das könnten wir jeden Tag tun und uns daran freuen. Heute wäre ein guter Tag dazu.

11. Mai

„Wenn im Garten ein Baum krank ist, musst du dich um ihn kümmern. Übersieh dabei aber nicht all die gesunden Bäume.“ (Thich Nhat Hanh)

Ist es dir auch schon passiert, dass du einen schönen Tag hattest, dann passierte etwas und du hast dich nur noch darüber geärgert? Der ganze restliche Tag ist plötzlich verblasst, dein ganzes Denken drehte nur noch um dieses eine Erlebnis. Oder du hattest ein Problem und dachtest nur noch in Problemen. Kein fröhlicher Gedanke kam in deinen Kopf, da du damit beschäftigt warst, diesen wegen des Problems zu zerbrechen.

Wir neigen dazu, dem Negativen mehr Raum zu geben als dem Positiven. Das liegt wohl zum Teil daran, dass wir da Handlungsbedarf sehen. Zum anderen sind unsere Emotionen ungleich stärker bei Belastendem und Emotionen ziehen immer die Aufmerksamkeit auf sich. Dabei verpassen wir oft das Schöne, das auch noch da ist. Wir blenden all unsere guten Eigenschaften aus, weil das Problem drückt – dabei könnten gerade die dabei helfen, Lösungen zu finden. Wir vergessen das Schöne des Tages wegen eines unschönen Moments – dabei könnte gerade aus den schönen Momenten Kraft geschöpft werden für die weniger schönen.

Wenn dein Kopf wieder einmal um Negatives kreist, frage dich ganz bewusst: Ist da auch noch Positives? Und ich bin sicher, es findet sich ganz viel.

10. Mai

„Viele gehen durch die Gassen, und nur wenige schauen zu den Sternen auf.“ (Oscar Wilde)

Wenn wir Probleme haben, neigen wir dazu, nur noch dieses Problem zu sehen. Unsere Gedanken drehen sich, rauben uns oft den Schlaf. Und indem die Welt so geprägt von diesen Problemen ist, erscheint sie uns dunkel, wir fühlen uns wie in einem tiefen Tal oder einer engen dunklen Gasse – im schlimmsten Fall gar Sackgasse.

Doch: Über jedem noch so tiefen Tal, über jeder noch so dunklen Gasse hängt ein Himmel. Tagsüber scheint die Sonne, nachts funkeln Sterne. Es gibt also Licht im Dunkel, wir müssen es nur sehen.

Wenn wieder einmal alles dunkel erscheint, schau, wohin du schaust. Vielleicht ändert nur schon eine Änderung der Blickrichtung deinen Eindruck.

9. Mai

„Sprache kann schöpferisch oder zerstörerisch sein. Achtsames Sprechen kann wahres Glück bringen; unachtsames Sprechen kann töten.“ (Thich Nhat Hanh)

Wie oft reden wir miteinander und nehmen doch wenig davon wahr, was der andere wirklich sagt? Wir sind zu sehr mit unseren eigenen Gedanken zum Thema beschäftigt, sortieren unsere Argumente, statt die des anderen mit offenem Ohr und Geist zu prüfen. Reden ist so reiner Informationsaustausch, kein Dialog.

Wie viel entgeht uns da? Wir erfahren nicht nur nichts über den anderen, auch wir selber gewinnen keine neue Sicht auf die Dinge. Ein wirklicher Dialog ist mehr als nur ein Austausch von Informationen. Er ist das bewusste Zuhören und Wahrnehmen des anderen, er ist ein offener Umgang mit neuen Sichten. Im Dialog kommt es zu einer wirklichen Begegnung zwischen Menschen. Wir nehmen einander ernst mit allem, was wir denken, fühlen und sagen.

Wenn wir in einen Dialog treten, entsteht etwas Neues: In uns, im anderen und zwischen uns beiden. Achte beim nächsten Gespräch mal darauf, ob du wirklich zuhörst oder mehr mit dir selber beschäftigt bist. Und vielleicht ändert sich was in dir und in deinen Beziehungen zur Welt da draussen.

8. Mai

„Das Denken ist die Basis von allem. Es ist wichtig, dass wir jeden unserer Gedanken mit dem Auge der Achtsamkeit erfassen.“ (Thich Nhat Hanh)

Wie viele Gedanken rasen täglich durch unseren Kopf und wir nehmen sie nicht bewusst wahr? Das fällt einem spätestens dann auf, wenn wir uns sich ruhig hinsetzen und denken, mal nicht denken zu wollen – der Widerspruch in sich entlarvt sich sofort. Auch wer nicht meditiert, hat die unendlich schwirrenden Gedanken sicher schon kennengelernt: In schlaflosen Nächte, in denen man versucht, das Hirn abzuschalten und die Gedanken statt dessen immer schneller drehen.

Wenn wir mal bewusst hinschauen, was wir denken, sehen wir, wie wir die Welt wahrnehmen – und auch uns. Wie oft laufen innerlich Monologe ab, die nur dazu da sind, uns selber und die Welt um uns zu bewerten? Wie oft vergiften wir uns innerlich mit negativen Gedanken?

Wenn die Welt uns mal wieder düster vorkommt, wir mit uns hadern, haben wir ein wunderbares Mittel in der Hand, unsere Sicht auf die Welt zu ändern: Indem wir uns bewusst werden, was sich in unserem Kopf abspielt, welche Gedanken wir denken. Es sind selten die Dinge an sich, die sind wie sie sind, es ist unsere Haltung zu den Dingen. Die haben wir in der Hand.

7. Mai

„Achtsamkeit ist nichts anderes als Aufmerksamkeit. Eine Haltung des Gewahrseins voller Respekt und frei von Wertungen.“ (Jack Kornfield)

Es gibt das Sprichwort, dass man keine zweite Chance für einen ersten Eindruck hat. Ist der Eindruck mal da, das Urteil gefällt, findet selten eine zweite Überprüfung statt. So laufen wir durch die Welt, welche wir eingeteilt haben in gut und böse, hässlich und schön. Wir bewerten die Dinge danach, ob wir sie haben wollen oder meiden, rennen dem einen nach, vor dem anderen weg.

In vielen Fällen mag diese Haltung durchaus sinnvoll sein, da sie uns Zeit spart. Wir müssen nicht jedes Mal neu bewerten, ob die Herdplatte heiss ist, wir wissen es nach einem Versuch, und rühren sie nicht mehr an. In anderen Fällen entgeht und vielleicht viel Schönes, weil wir den Blick verschliessen und nicht mehr hinschauen. Vielleicht hatte ein Mensch beim ersten Treffen nur einen schlechten Tag, wäre nun ein wunderbarer Freund? Vielleicht war das Gemüse beim ersten Versuch nur schlecht gekocht, könnte nun unsere Lieblingsspeise werden? Erfahren werden wir es nur, wenn wir aufmerksam durchs Leben gehen, die Dinge mit offenem und neuem Blick sehen.

6. Mai

„Lebenskunst heisst, jedem Augenblick gegenüber sensibel zu sein, ihn als neu und einzigartig zu betrachten, während der Geist offen und empfänglich bleibt.“ (Alan Watts)

Tagtäglich wiederholen sich gewisse Abläufe, wir gehen gleiche Wege, erledigen ähnliche Dinge, gehen durch die immer gleiche Welt. Und schauen oft gar nicht mehr wirklich hin. Wie sieht der Baum aus, der gleich neben der Busstation steht? Welche Haarfarbe hat die Verkäuferin, die uns täglich bedient? Was für einen Pullover trug der eigene Partner am Morgen?

Durch die immer gleichen Abläufe stumpft sich nach und nach oft der Blick ab. Wir sind gefangen in unseren Automatismen und sehen nicht mehr, was um uns vor sich geht. Wir merken nur vielleicht eine sich steigernde Unzufriedenheit, weil wir uns gefangen fühlen in Mechanismen, weil wir unter der Eintönigkeit des Alltags zu leiden beginnen.

Wieso nicht mal etwas Neues probieren? Wieso nicht mal einen anderen Weg zur Arbeit nehmen? Oder wieso nicht mal bewusst beschliessen, den alltäglichen Ablauf mal ganz genau und mit offenem Blick wahrzunehmen? Den Baum wirklich zu sehen? Wieder zu staunen über alles, was da ist, als sähe man es zum ersten Mal (und vielleicht tut man das sogar in der Tat).