Manchmal seh ich mich
als Tulpenzwiebel,
Schicht um Schicht und
irgendwo ein Kern.

Von aussen unsichtbar,
doch tief gefühlt.

Ich entferne Blatt für Blatt
und dringe vor,
entdecke mich selbst
im kurzweiligen Tun.

Gedankenlos hingegeben
und doch ganz ich.

Es ist, als ob ich auferstünde
aus den Gräbern meines Seins,
in Normen gepresst
und Regeln von aussen.

Man kennt mich da nicht,
drum passen sie nicht

Ich lege sie ab, all diese
Zwänge, Ge- und Verbote,
und lasse nach aussen,
was drinnen ich fand.

Ich lebe mein Leben
als wie ein Spiel.

Es gibt sehr wohl Regeln,
vor allem Gefühl,
es gibt viel, das Spass macht,
und Freude, auch Ernst.

Es ist eine Mischung,
es ist, wie ich bin.

©Sandra Matteotti

__________

Für die abc.etüden, Woche 15/16 des Jahres 2019: Die Worte stammen in dieser Woche von Veronika und ihrem Blog Vrojongliert und lauten: Tulpenzwiebel, kurzweilig, auferstehen

Der obligatorische Etüden-Disclaimer: Die Headline heißt: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.

Der Ursprungspost: HIER

verbissen ins leben,
verdorben für alles,
was leicht nur wäre.

verloren für genuss,
weil zwang nur herrscht
des noch mehr tuns.

sitzend im café
der möglichkeiten,
keine wählend,

weil freiheit nicht geht
wo druck schlicht
ein muss.

fragen verstummten
ob blindem gehorsam
ohne sinn.

________
Für die abc.etüden, Woche 12/13 des Jahres 2019: Die Worte stammen in dieser Woche von Rina und ihrem Blog Geschichtszauberei und lauten: café, verdorben, beissen

Der obligatorische Etüden-Disclaimer: Die Headline heißt: 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern (und ja, ich meine das so. 300. NICHT MEHR!).

Der Ursprungspost: HIER

Einst kam vom Hof die Steiner Liesel
daher ganz flott und so pompös,
sie wollt fürs Auto Biodiesel,
weil Umweltschutz sei gar famös.

Der Garagist, der schaute gross
und meinte knochentrocken:
„Von Diesel lass die Hände bloss,
sonst wird dein Wagen bocken.“

„Dann lauf ich halt anstatt zu fahren,
das gäbe erstens stramme Waden,
und da sie viel zu bleich auch waren,
könnten’s dann gleich sonnenbaden.

Zudem ist das Laufen gar
noch schonender als Diesel,
und eines ist ja eh mal klar:
Ich bin flink ganz wie ein Wiesel.“

Der Mann schaute noch grösser nun,
verstand die Welt gar nimmer,
das war ja ein verrücktes Huhn,
nein: Die war noch schlimmer.

__________

Für die abc.etüden, Woche 30.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 30.18 kommt von Yvonne von umgeBUCHt

Sie lautet: Biodiesel, pompös, sonnenbaden

Der Ursprungspost:HIER

Sie: „Ganz schön schwül heute…. UIIIIIII, was war das denn?“

Er: „Ich könnte dir das natürlich gleich verraten, aber das wäre nur halb so lustig, drum rate mal – du hast drei Versuche.“

Sie: „Nicht dein Ernst, oder? Du weißt genau, dass ich solche Spiele hasse, nun spuck schon aus.“

Er: „Nun sei doch keine Spassbremse, rate!“

Hätte er mal gesehen, was sie in der Hand hält, er hätte gesagt, dass es eine Fledermaus war, die in dunkelster Nacht und damit ungesehen, lautlos und nur durch den nahen Lufthauch gefühlt an ihr vorbeischwirrt war und sie erschreckt hatte.

Die Moral von der Geschicht’?

Provoziere erschreckte Frauen nicht, schon gar nicht mit besserwisserischen Ratespielchen… die Polizei fand nur das blutüberströmte Messer neben seiner Leiche und glaubte der immer noch erschreckt wirkenden Frau (die zwei Semester an der Schauspielschule waren also doch für etwas gut gewesen – man sollte Weiterbildungen nie unterschätzen, auch wenn sie nicht gleich eingesetzt werden können), dass es Notwehr war aufgrund der Todesangst, die ihr eine aus dem Nichts auftauchende und hautnah durchhuschende Gestalt eingejagt hätte….

________

Für die abc.etüden, Woche 28.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 28.18 kommt von Natalie aus dem Fundevogelnest

Sie lautet: Fledermaus, schwül, verraten

Der Ursprungspost: HIER

Die Sprache verroht, es
ist ein Vergehen.
Worte, sie sterben,
was kommt, ist nur Bruch.

Was früher mal hold, ist
heute voll krass und
Schönes, das nennen sie
fett und voll geil.

Ich wünschte, es gäb’
eine Sprachpolizei, die
kümmerte sich um
diesen Verfall.

Dann würden wir reden,
wie Goethe einst schrieb und
hätten uns sicher
auch wieder lieb.

Denn Sprache, sie bildet
Charakter und Denken,
sie formt so den Menschen
in seinem Sein.

Drum wähle die Worte
behutsam und klug, denn
was du heut sagst, wirst
du morgen sein.

©Sandra Matteotti

–––––––––

Für die abc.etüden, Woche 27.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 27.18 kommt von Werner Kastens (wkastens.wordpress.com)

Sie lautet: Sprachpolizei, verroht, vergehen

Der Ursprungspost: HIER

Es war einmal ein Drachenei,
doch mit dem Ei war’s schnell vorbei,
mit einem Rums und einem Knall,
zerbrach die Hülle, Feuerschwall
trat heraus und dann ein Drache.

Doch da war diese eine Sache
mit dem strengen Elternpaar,
das sich zwar freute, ist ja klar,
doch befand bei solch Geschehen,
sei das Feuer ein Vergehen.

Ein wenig Anstand und auch Sitte,
so die einstimmige Bitte,
wären wichtig, täten Not,
und keine Flamme in tiefrot.
Das Drachenkind zog eine Schnute,

ärgerlich war ihm zumute,
dass die zwei altbackenen Greise,
begrüssten es auf solche Weise.
Es ist denn auch bei kleinen Drachen
oft gar wenig Grund zu lachen,

wenn die Eltern schlicht nur motzen,
– so beginnen sie zu trotzen.
Diese Alten sollen niemals denken,
sie alleine könnten lenken,
denn auch Kinder wollen Macht,

woraus erfolgt, dass es mal kracht.
Doch ist der Streit dann erst verflogen,
und glätten sich die wilden Wogen,
herrscht auch wieder Sonnenschein,
so war es immer, denn so soll es sein.

 

©Sandra Matteotti

_____________

Für die abc.etüden, Woche 26.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 26.18 kommt von Frau Flumsel (wortgeflumselkritzelkram)

Sie lautet: Drachenei, altbacken, knallen

Der Ursprungspost: HIER

Sie legte den Kopf schräge: „Weißt du, was mich brennend interessiert?“

Er: „Hm….“

Sie: „War das nun ein Ja oder ein Nein?“

Er: „Was?“

Sie: „Ich fragte dich, ob du wüsstest, was mich brennend interessiere, heisst „Hm“ ja oder nein?“

Er: „Wieso interessiert dich das?“

Sie: „Na, weil ich sonst ja nicht weiss, ob du es nun weißt oder nicht..:“

Er: „Ich wüsste vor allem mal gerne, was in Köpfen, die sich für solchen Mist interessieren, vorgeht…“

Im Märchen hiesse es nun, dass sie, wenn sie nicht gestorben sind, glücklich weiterleben würden, es ist aber davon auszugehen, dass einer der beiden das nicht überlebt hat.

_______

Für die abc.etüden, Woche 23.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 23.18 kommt von Gerda Kazakou (gerdakazakou.com)

Sie lautet: Schräge, brennend, köpfen

 Der Ursprungspost: HIER

 

Ab und an macht die blosse Artikulation den anderen so misslaunisch, dass es schwer ist, nochmals ans wirkliche Thema anzukoppeln – geschweige denn an die Beziehung.

______

Für die abc.etüden, Woche 19.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 11.18 kommt von Frau M.Mama (meinnameseimama.com)

Sie lautet: Artikulation, misslaunisch, koppeln

Der Ursprungspost: HIER

Ich habe geschrieben,
dir ganz viele Briefe,
und habe versiegelt,
all meine Worte.
Bin in Gedanken geschlendert,
getaucht in Gefühl.

Ich möchte mit Pfauen
augen dich sehen
und nie mehr nur
eine Minute hier stehen,
wenn du nicht hier bei und
neben mir stehst.

Ich möchte dich brauchen
und auch vermissen.
Ich möchte dich küssen,
und nie wieder missen.
Ich möchte so gerne
schlicht mit dir nur sein.

Doch was ich geschrieben,
steckt hinter den Siegeln,
die niemand gebrochen,
da niemand gewahr.
So bleibt mein Geheimnis, was
ich dir sagen will.

Du drehst deine Runden
und weißt von nichts, nicht
von Gefühlen zu dir.
Und doch fühle ich mich
dir tief drin im Herzen
so unendlich nah.

____

Für die abc.etüden, Woche 11.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 11.18 kommt von Natalie aus dem Fundevogelnest

Sie lautet: Pfauenauge, versiegelt, schlendern.

Der Ursprungspost: HIER

Sie: „Ich habe zugenommen, findest du nicht?“

Er kannte sie schon eine Weile und wusste, dass das dünnes Eis war und er sich hüten sollte, etwas zu sagen, nur wusste er auch, dass er aus der Nummer nicht ohne ein Wort rauskommen würde, da sie keine Ruhe gäbe, bis er ihr geantwortet hätte, nur um dann – egal, was er auch sagte, er konnte nur verlieren – auszuflippen und ihm die Hölle heiss zu machen für die nächsten Tage, zumal sie unglaublich nachtragend sein konnte, was er gar nicht mochte, aber auch nicht sagen durfte, da dies denselben Effekt gehabt hätte wie die nun erwartete Antwort.

Er nuschelte nur etwas, das ganz sicher wie ein Nein, niemals wie ein Ja klang, und wollte sogleich gehen, als Ausrede brachte er – nun ganz verständlich, sie sollte die Dringlichkeit des Weggangs ja verstehen – das Argument vor, heute zeitig bei der Arbeit sein zu müssen. Er hatte die Rechnung ohne den Wirt (hier die Wirtin, denn Genderbewusstsein wurde neustens auch gross geschrieben und er traute sich schon fast nicht mehr, morgens zu fragen, ob sie einen Kaffee ans Bett gebracht haben wollte, tat es noch, weil Heissgetränk wiederum nicht spezifisch genug gewesen wäre) gemacht.

Nicht nur liess sie ihn nicht einfach so gehen, nein, sie atmete hörbar aus, worauf ihr Bauch nach aussen schnellte, einen Knopf von ihrer Bluse löste und diesen wie eine Pistolenkugel in seine Richtung schoss.

Und die Moral von der Geschicht:

Übers Gewicht der Frauen spricht man nicht.

________

Für die abc.etüden, Woche 10.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 10.18 kommt Frau M.Mama (im www HIER)

Sie lautet: Knopf, zeitig, hüten.

Der Ursprungspost: HIER

Sie: „Sag mal, kannst du dich nicht mal ordentlich kleiden? Ich mein, das Unterhemd geht ja gar nicht.“

Er: „Ach komm, das ist so knallvergnügt. Das Leben ist schon trist genug. Und schau mal raus, das Wetter ist grau in grau, drückt aufs Gemüt, zieht runter, raubt Kraft und Energie, und das könnte schon fast ein neuer Hip-Hop-Hit sein, ich müsste es noch aufschreiben, und den Beat drunter legen, dann wäre es mitreissend, und Stimmung hebend, im Gegensatz zum Grau draussen, und wer nun noch nicht im Takt mitliest, hat schlicht kein Musikg’hör.“

Sie: „Sprich, du willst auf dieses ach so schreckliche Teil nicht verzichten, und fügst als Argument diesen Sermon an, der weder Rhythmus noch Reim hat?“

Er: „Ja!“

Wir wissen nicht, wie er endete…..

_________

Für die abc.etüden, Woche 04.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 06.18 kommt von Anna-Lena von visitenkartemyblog.wordpress.com

Sie lautet: Unterhemd, knallvergnügt, verzichten.

Der Ursprungspost: HIER

 

Sie: „Sag mal, hast du mein Krüglein gesehen, das ich von Oma Huberta geerbt habe, die zwar noch lebt, aber immer dachte, sie stürbe bald und dann alles geregelt haben wollte, so dass sie mir schon beizeiten dieses schlüsselblumengelbe Prachtstück vermachte mit der Bitte, immer gut darauf zu achten, da es ein ganz besonderes Krüglein sei, das einst sogar Graupeln getrotzt habe, die auf es niederprasselten, ohne nur eine Delle, einen Sprung, einen Kratzer gar davonzutragen, weswegen sie dachte, dass es für mich exakt das Richtige sei – was ich etwas befremdlich finde, da es fast so klingt, als ob bei mir alles kaputt ginge und ich drum nur extra robuste Dinge haben sollte, damit auch ja nichts in Scherben ginge -, zumal ich ja immer ihre Lieblingsenkelin gewesen sei, was aber auch nicht so schwer war, war ich doch die einzige überhaupt und nicht nur das, denn sie hatte auch keine Enkel, da es in dieser ganzen verdammten Familie überhaupt keine Kinder meines Alters gegeben hat und ich immer nur alleine zu all diese ach so öden und wirklich tödlichen Familienessen musste, wo es dann von allen schon fast scheintoten Tanten hiess, dass ich ja ach so gross und ach so hübsch sei, knapp gefolgt von der Frage, wie ich nochmals geheissen habe, was aber dann auch als wunderbarer Name befunden und von einem Kniff in die Wange begleitet wurde.“

Er: „Was genau ist nun die Frage?“

Sie: „Du hörst mir auch echt nie zu.“

_______

Für die abc.etüden, Woche 04.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 05.18 kommt von Elke H. Speidel (Blog: HIER)

Sie lautet: Krüglein, schlüsselblumengelb, graupeln.

Der Ursprungspost: HIER

 

Er: „Hast du meine Discokugel gesehen? Ich wollte die doch im Wohnzimmer aufhängen.“

Sie: „Ich habe keine Ahnung, wo die sein soll, musst halt besser Ordnung halten mit deinen Sachen.“

Er: „Dir hat die ja noch nie gefallen, gib’s zu, du hast die heimlich entsorgt!“

Sie: „Das würde ich doch nicht tun, wie könnte ich auch. Die muss geklaut worden sein.“

Er: „Du bist ja wahnsinnig, wer soll schon eine Discokugel klauen, das glaubt ja kein Mensch.“
Sie: „Ha, dann gibst du also zu, dass die keiner haben will, weil sie einfach nur grässlich hässlich ist.“

Er: „Du musst auch immer das letzte Wort haben.“

Sie: „Nein!“

_____________

Für die abc.etüden, Woche 04.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 02.18 kommt Sabine aus dem Hause wortgeflumselkritzelkram

Sie lauten: Discokugel, wahnsinnig, klauen.

Der Ursprungspost: HIER

Sie: „Das Leben kann eine unglaubliche Bürde sein, vor allem mit dir!“

Er: „Was habe ich denn nun schon wieder falsch gemacht? Ich verstehe dich wirklich nicht, hattest du an Silvester nicht den guten Vorsatz gefasst, etwas netter mit deinem Mann zu sein?“

[Anmerkung der Redaktion: Spätestens da wäre er eigentlich tot….]

Sie: „Ich wäre ja nett, wenn du es mir nicht so schwer machen würdest, aber schau dich mal an, deine Haare sind ganz speckig, vom Bauch ganz zu schweigen. Muss man dir wirklich alles sagen, selbst, dass du die Haare waschen musst?“

Er: „Wollte ich heute Morgen, doch dann kam von dir ein Schrei, schrill und spitz, gefolgt von Rufen nach mir, so dass ich das verschieben musste, um dich vor einer – ich sage es ungern, aber du hast es provoziert – 4 mm grossen Spinne zu retten.“

[Anmerkung der Redaktion: Jetzt wäre er es definitiv…]

Sie: „Und nun hackst du wieder auf mir rum, richtig unfair ist das!“

[Anmerkung der Redaktion: Sein Neujahrsvorsatz war übrigens, mehr Risiken und Abenteuer in sein Leben zu holen…]

____________

Für die abc.etüden, Woche 02.18: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Wortspende für die Textwoche 02.18 kommt vom freundlichen Herrn IZ (Hier sein Blog). Sie lauten: Bürde, speckig, schieben.

Der Ursprungspost: HIER

 

 

Es war einmal ein Berliner, dem fiel just am Silvester ein Bleiklumpen auf den grossen Zeh. Der Schmerz war so gross, dass er jaulend auf einem Bein um den Christbaumständer hüpfte, dabei in der einen Hand den schmerzenden Fuss hielt, in der anderen den Karpfen, den er seiner Liebsten vorher mit einem Kuss entlockt hatte. Diese tat besorgt, doch er wusste es genau: Das war pure Heuchelei, denn insgeheim hegte sie die Hoffnung, bis spätestens zum Neujahrsläuten ihn in die Notaufnahme gebracht und so den Karpfen wieder zurückerobert zu haben.

Unweigerlich schoss es ihm durch den Kopf: So waren sie also, diese Rauhnächte, an denen jeder hehre Vorsätze fasste und dabei zur Unterstützung Wunderkerzen schwang. Alle wollten sie bessere Menschen werden, aber erst im neuen Jahr, im alten gönnten sie einem nicht mal einen Karpfen. Vermutlich hatte ihm die – nun plötzlich nicht mehr so – Liebste den Bleiklumpen gar extra auf den Zeh geworfen, aber da hatte sie die Rechnung ohne ihn gemacht, denn dieser Karpfen war seiner und er gäbe ihn nicht mehr her.

Die Uhr schlug Mitternacht, er wollte mal nicht so sein, ging auf die Liebste zu und umarmte sie, wenn auch zögerlich, ohne zu merken, dass sich hinterrücks die Katze derselben angeschlichen hatte, schwupps, den Karpfen eroberte und damit von Dannen zog. Sie hatte sich keine guten Vorsätze gefasst…*

———–

Für die abc.etüden, Woche 51.17: Was für die Adventsetüden galt, gilt auch für die Sonderedition Weihnachts-/Neujahrsetüden, Textwochen 52.17/01.18.
Die Grundregel bleibt: 3 Wörter, maximal 10 Sätze, und darf wie schon in den letzten Wochen gern zu einem „mindestens 3 Wörter“ erweitert werden.
Erneut gilt: Die 3+ Wörter können aus der nachfolgenden Liste (12 Wörter) selbst ausgewählt werden:

Berliner, Bleiklumpen, Christbaumständer, Karpfen, Kuss, Heuchelei, Hoffnung, Neujahrsläuten, Notaufnahme, Rauhnächte, Vorsätze, Wunderkerze

 

*alle 12 drin und erst noch in der richtigen Reihenfolge J Und ich habe extra mehrfach nachgezählt: Exakt 10 Sätze. Wenn das mal kein fulminanter Jahresschluss ist. An dieser herzlichen Dank für diese Etüden, die doch immer wieder Spass machen!

Der Ursprungspost: HIER