Es gibt so Tage,
da möchtest du bloss,
wie’s deine Natur,
lieb nur sein,
nur…
es gelingt dir nicht.

Das sind die Tage,
an denen dir dann
so wider Natur
geht der Strich –
nur…
du kommst nicht raus.

Das sind die Tage,
wenn’s tief in dir drin
laut rumpelt und kracht,
Feuer entfacht –
und…
du speist es aus.

Es gibt so Tage,
da bleibt schliesslich nur
Asche zurück
und du mittendrin
bist…
ausgebrannt.

Das sind die Tage,
wenn weiter wer brennt,
der trägt dann den Kelch
mit dieser Flamme,
die…
Hass übergibt.

©Sandra Matteotti

Über alle die wichtigen
Dinge, die laut schreien
aus mir heraus
wollen schweige ich;
über all die Bosheiten,
die in mir stechen
sich mit ihren Spitzen
festsetzten, schweige ich.

Und ich höre die Stille
und ich spüre das Schweigen
als Loch in der Mitte
und als Stocken im Hals.
Und doch schweige ich
und fühle die Leere
und atme noch schwerer
und bald schon, da weiss ich,

was langsam sich zeigte
in all diesem Schweigen
geschrieener Worte:

Stille ist Tod.

©Sandra Matteotti

festgehalten
mit dem stativ
unverrückbarer
kindheitstraum

ohne mal
nachzuspüren
ob er noch immer
passt oder je

der eigene war

©Sandra Matteotti

_________

Für die abc.etüden, Woche 30.17: 3 Worte, maximal 10 Sätze. Die Worte stammen in dieser Woche von Anna-Lena von „Meine literarische Visitenkarte“ und lauten: Stativ, Kindheitstraum, nachspüren.

Der Ursprungspost: HIER