Du eilst durch dein Leben,
welches du verplanst,
anfüllst mit leeren Inhalten,
um nicht die Leere zu fühlen,
um nicht dich zu fühlen.
Du weist alles von dir,
das dich zu dir brächte,
sagst, dein Leben sei schon voll,
angefüllt mit gefühlloser Leere.
Die Angst scheint zu gross,
denn Gefühle könnten schmerzen,
sie zu fliehen erscheint als Lösung,
doch innerlich wächst das Nichts,
das dich immer mehr einnimmt,
doch auszubrechen traust du dich nicht.

Eifersucht, die Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. Ab und an erübrigt sich das Suchen, man findet einfach so oder wird fast drauf gestossen. Es gibt viele Theorien, worauf Eifersucht basiert, genannt werden Liebe und Verlustangst, eigener Minderwertigkeitskomplex und Selbstunsicherheit und/oder das Verhalten des anderen; was bleibt ist immer das schlechte Gefühl bei dem, der darunter leidet. Er ist gefangen in seinen Gedanken, die nur um das eine drehen.

Denken

Gedanken fliessen
ständig
spiralförmig
ohne Unterhalt
von einem
zum andern
wie ein springender Brunnen
sprudelnd
schäumend
in sich versinkend.

Er fühlt sich verletzt, fühlt sich in Gefahr, ist unsicher. Er fragt sich, ob das Gefühl Fundament hat. Ob das Fundament tragend werden könnte und die Eifersucht insofern erledigen, als das eintrifft, was sie gesucht oder ungesucht eifrig gefunden.

Eifersucht nagt, plagt, geht tief. Sie wirft durcheinander, verstört. Sie lähmt, macht schwach, lässt hilflos fühlen. Sie ist Reaktion auf Verhalten und insofern provoziert. Vielleicht nicht bewusst, nicht gewollt provoziert, doch dadurch nicht minder schmerzhaft, da auch unbedachtes Handeln schmerzen, mangelndes Feingefühl verletzen kann.

Und irgendwann übermannt dich die Leidenschaft mit ganzem Eifer, und du packst den Eifer, um nach Auswegen zu suchen aus dem Leiden.

Wie ein Schiff
auf hoher See –
ohne Ziel,
und Horizont.

Uferlos –
so fühl‘ ich mich.
Ohne Hafen,
ohne Anker.

Ein Pirat
auf hoher See –
ohne Zuflucht,
nie daheim.

Wellen schlagen
an den Bug,
bringen mich
ins Schwanken.

Winde rütteln
an den Masten,
lenken ab
und treiben weg.

Nebel schweben
auf dem Meer
verhüllen mir
den Blick.

Land in Sicht,
ersehn‘ ich mir –
Segel und dann
Anker setzen.

Der Himmel hängt
um Stufen tiefer,
bedrückt durch eisig’ Grau.
Die Bäume kahl
und schweigend,
leblos.
Alles steht
und liegt
brach.
Nirgends geht
oder weht
noch Leben.
Bin es ich,
die’s bewirkt
aus mir heraus.
Ist es dies,
was in mir wirkt,
mich drückt?
Wechselwirkung,
Wechselstrom
oder Zufall bloss?

Die Verfasserin sehnt sich nach Sonne…

Zu viele Worte
Sagt’ ich schon,
ohne gehört zu werden.
Zu viele Worte,
die im Sand verliefen,
mir eher Bumerang schienen.

Zu viele Worte,
die tief kamen,
aber Mauern trafen.
Zu viele Worte,
die auf Schweigen stiessen,
fast Abwehr riefen.

Schweigen ist es,
das klüger scheint,
so scheint es nun.
Schweigen ist es,
das angesagt,
ich tu es nun.

Schweigen ist es,
auch wenn so schwer,
zurückzuhalten.
Schweigen ist es,
was ich tu,
um keine Mauern anzutreffen.

Ich sah hin
und sah deutlich,
dass geschehen,
was stets gehofft.

Ich löste mich,
blieb stehen
wagte es
mich hinzugeben.

Ich löste mich
von meinen Ängsten,
riss Mauern nieder,
liess Gefühle rein.

Ich sah hin,
erhörte uns,
wagte es,
ignorierte die Furcht.

Ich blieb stehen,
öffnete mich,
liess es zu,
verletzlich zu werden.

Ich öffnete mich,
für den Traum,
weil ich wusste:
er ist real.

Liebe kennt keine Grenzen,
sie stellt keine Bedingungen.
Liebe macht keine Auflagen,
sie wertet nicht.
Liebe kennt keine Vorurteile,
sie verletzt nicht.
Liebe trägt,
wo niemand sonst es tut;
sie unterstützt,
wo Hilfe nötig.
Liebe steht,
wo alle fallen;
sie hält zu einem,
wenn alle weg sind.
Liebe gibt Kraft,
wo deren Ende erreicht ist;
sie gibt nie auf,
auch wenn alles schon verloren scheint.
Liebe ist,
was sie ist,
ohne Schein und ohne Lüge,
einfach wahr.