Was sind Gefühle
in einer kalten Welt,
in der man bloss
den Schein noch sucht.
Sich zu offenbaren,
als Schwäche gilt,
sich zu öffnen,
zum Angriff ruft.

Was sind Gefühle
in einer harten Welt,
in der man stark sein
und bestehen muss,
um nicht unterzugehen.
Wo als Schwäche gilt,
wenn man offen
fühlt.

Was sind Gefühle
in einer schnellen Welt,
die antreibt nur
zu Höchstleistung.
Wo Romantik als Geplänkel scheint,
Geld nur herrscht
und Macht
gesucht.

Was sind Gefühle
in einer toten Welt,
wo jedes Fühlen
abgewürgt
und der der fühlt
in Ketten darbt,
als Idealist beschimpft
und ruhig gestellt,
auf dass er schweige.

Was sind Gefühle
in dieser heut’gen Welt
wenn Fühlen uns so schwer gemacht.
Traut man sich,
zu fühlen noch
oder gibt man auf und lässt sich treiben
im Strom der Ratio,
die das Herz lässt aussen vor.

Jeder kann ein Philosoph sein – bei mir ist das Philosophieren wohl innerste Natur und als ich auf die Philosophie stiess, lernte ich begreifen, wieso ich bin, wie ich bin, wieso ich denke, wie ich es tue und wieso ich nicht aufhören kann, Fragen zu stellen. Ich lernte, dass dieses Fragen Stellen nicht falsch ist, wie mir bislang oft vermittelt wurde, sondern für einen Philosophen quasi Lebensgrundlage.

Achtest du mich
wenn ich mich klein fühle?
Bist du da,
wenn ich mal hilflos bin?
Verstehst du mich,
wenn mir die Worte ausgehen?
Nimmst du mich,
so wie ich mich dir hingebe?
Hilfst du mir auf,
wenn ich falle?
Bist du sanft,
wenn ich verletzlich bin?
Lässt du dich fallen,
wenn ich dich auffange?
Nimmst du an,
was ich dir geben will?
Darf ich dir helfen,
wenn du Hilfe brauchst?
Liebst du mich,
so wie ich dich liebe?

Was als Idee
begann
und sich zu entwickeln
wagte.

Wurde zum Wort,
gesprochen
noch zaghaft aber
bewusst.

Wurde zum Wunsch,
gehegt,
ihn zu erfüllen,
unbedingt.

Wurde zur Tat,
umzusetzen,
was erst gedacht und doch
klar.

Wurde zur Realität,
verwirklicht,
durch Idee, Wort, Wunsch und
Tat.

Der Mensch hat Träume, Ziele, Ideale, die er gerne verwirklichen würde. Oft lassen wir uns aber von äusseren gefühlten Zwängen davon abhalten, gehen einen Weg, der uns weniger entspricht, dafür aber konformer mit dem Gesellschaftsleben ist. Das hat zur Folge, dass wir innerlich unsere Träume fühlen, uns nach ihnen sehnen, diese aber einem Leben opfern, das wir als gefordert sehen. Nun ist es schwer, sich von äusseren Zwängen frei zu machen, die sich mit der Zeit auch immer mehr verinnerlicht haben, zu gross sind die Ängste, zu scheitern, zu gross scheint uns die Gefahr, uns nachher dem Spott derer ausgesetzt zu sehen, die von Anfang an für den angepassten Weg plädierten. Doch ab und an wünscht man sich die Kraft, den Mut und die Zuversicht, dass Träume wahr werden können, wenn man nur genug an sie glaubt und sie angeht. Wer weiss…