Tagesgedanken: Alles im Wandel

Manchmal steht man im Leben und alles scheint gut. Wohin man blickt viel Licht und Gutes, die Dinge laufen, wie sie sollen, eine grosse Dankbarkeit erfüllt einen, weil man weiss, dass es nicht selbstverständlich ist. Dieses Nicht-selbstverständlich-Sein zeigt sich auch bald schon. Quasi aus dem Nichts liegt alles in Trümmern, ein kleiner Auslöser und das Leben, das gerade noch hell und schön und voller Freude war, gleicht einem dunkeln Loch, der Ausgang liegt unsichtbar in weiter Ferne. 

Was tun? Hadern? Wohl schon. Besser wohl nicht für lange, denn erstens macht es die Situation nicht besser und zweitens wird es auch keinen Weg aus dem Dunkel bescheren. Ich sagte immer, dass es auch in düsteren Momenten Lichtvolles und Schönes gäbe, man müsse es nur sehen. Das fällt mitunter schwer. Zwar weiss man es, sieht man es, doch das Gefühl bleibt aus. Vielleicht hilft dann nur noch eines: Das Vertrauen darauf, dass was in die Richtung schlagen konnte, auch wieder zurückschlagen kann hin zum Licht. 

Theodor Fontane hat das in seinem tröstlichen Gedicht beschrieben:

Tröste dich, die Stunden eilen,
Und was all dich drücken mag,
Auch das Schlimmste kann nicht weilen,
Und es kommt ein andrer Tag.

In dem ew’gen Kommen, Schwinden,
Wie der Schmerz liegt auch das Glück
Und auch heitre Bilder finden
Ihren Weg zu dir zurück.

Harre, hoffe. Nicht vergebens
Zählest du der Stunden Schlag:
Wechsel ist das Los des Lebens
Und – es kommt ein andrer Tag.

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