Was gehört sich für ein Mädchen?

Die Scheu, gehört zu werden, die Angst, gesehen zu werden und nicht zu gefallen… das Gefühl, Erwartungen erfüllen zu müssen und bloss nicht negativ auffallen zu dürfen, sitzt tief. Dazu schrieb ich kürzlich auf Sprachzeiten:

Nach langer Zeit der impliziten und auch expliziten Verweigerung habe ich mich in der letzten Zeit mehr und mehr dem Feminismus zugewandt, lange mehr am Rand mit immer stärker wachsendem Wunsch, tiefer zu tauchen. Ich merkte beim Lesen immer wieder, wie viel mich verbindet mit der Thematik, bei wie vielen Gelegenheiten ich mich erkannte, zustimmend nickte, betroffen schluckte. Was ich früher in geselliger Runde gerne belächelte und mit markigen Sprüchen bedachte, die Vehemenz, die ich teilweise dagegen führte, sie waren geschwunden und einer betretenen Erkenntnis gewichen: Das geht mich was an, das trifft mich tief drin, ich darf nicht wegschauen. Nicht bei mir und nicht da draussen.

Den ganzen Artikel findet ihr hier: Was gehört sich für ein Mädchen?

2 Kommentare zu „Was gehört sich für ein Mädchen?

  1. Emanzipation ist keine
    Sache des Geschlechts.

    Sandra: „die Angst, gesehen zu werden und nicht zu gefallen“

    Erstens muß ich mir selber gefallen.

    Wenn ich mir nicht gefalle, wie soll
    mich dann jemand anderes mögen?

    Zweitens stellt sich die Frage:
    Souveränität oder Opferrolle?

    ◾ Der Vorteil der Opferrolle: Ich kann mich über Alles und Jeden beklagen.
    ◾ Der Nachteil der Souveränität: Ich erkläre mich verantwortlich für die jeweilige Situation, die ich vorfinde oder in die ich mich begebe.

    Als nächstes könnte ich mich fragen:
    Will ich von einer Person nur etwas h a b e n (zum Beispiel Beachtung,
    Aufmerksamkeit, Anerkennung… ) oder bin ich (auch) bereit, zu g e b e n ?

    Irgendwann hatte ich mal eine Erinnerung an einen Augenblick der Entscheidung, in dieses Leben zu gehen. Die Entscheidung fiel aufgrund höherer Einsicht. Seit dieser Erinnerung ist es mir nicht mehr möglich, jemand anderen für eine Konstellation verantwortlich zu machen, da ich weiß, daß alles was mir begegnet, mit (auch) meinem Einverständnis geschieht.

    Sofern das für uns alle zutreffen sollte, bedeutet das:

    Wir selber sind der Regisseur des Dramas,
    in dem wir uns gerade befinden.

    Gruß,
    Nirmalo

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