Ausgeträumt

Und dann kam die Zeit
als Menschen verwert-
und austauschbar warn.

Wo nur noch Gewinn,
nur Leistung wert war –
niemals Gefühl.

Und dann kam die Zeit,
als wir uns verlorn
und Leere nur blieb,

weil die Illusion
der Jahre zuvor
im Sande verlief.

©Sandra Matteotti

5 Comments

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  1. Ja, es sind immer Andere, die die Strippen ziehen. Insofern hat sich aber im Laufe unserer Zivilisation nicht viel geändert: schon in Babylon betrug die Steuerlast für die „kleinen“ Bürger 40%. Und das ist auch heute noch der Satz, den wir aufbringen müssen.

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  2. Dass passt gerade sehr gut bei mir. Danke. Ich habe mir über die letzten Wochen die Veränderungen und Umbrüche in meiner Firma über drei Seiten von der Seele geschrieben. Da geht es genau um diese Dinge und den Frust der Kollegen, von einer früheren Insel der Glückseligkeit, wie es immer war, nun genau in dieser Realität anzukommen, dem heutigen Denken.

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  3. Hierzu passt auch, was ich bei Michael Schmidt-Salomon gefunden habe. Ich zitiere aus
    Apokalypse no! Die menschliche Solidargemeinschaft – Jenseits von Gut und Böse

    „Die gravierenden Folgen der Willensfreiheitsunterstellung werden gerade dann deutlich, wenn man ihre Wirkung auf größere soziale Zusammenhänge untersucht. Hier nämlich erweist sie sich als ein probates Instrument zur Rechtfertigung sozialer Ungerechtigkeit. Denn die Vorstellung, jeder sei in letzter Instanz doch »seines eigenen Glückes Schmied«, rechtfertigt die Armut der Armen und den Reichtum der Reichen. Sie macht die Glücklichen (zumindest auf den ersten Blick!) glücklicher und die Unglücklichen (auch auf den zweiten Blick!) unglücklicher, sie gibt denen Zuversicht, die sie ohnehin haben, und nimmt sie jenen, die sie ohnehin nicht besitzen.
    Für moderne westliche Gesellschaften lässt sich folgende Regel aufstellen: Je stärker die Idee der Willensfreiheit aufgestellt ist, desto eher wird soziale Ungleichheit toleriert und desto drakonischer fallen auch die Strafmaßnahmen des jeweiligen Rechtssystems aus. ……“

    Im Grunde brauchen wir also wohl einen Paradigmen-Wechsel.

    LG Werner

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